10.08.2008
Californication, Season 1
TV.com – de.wikipedia – en.wikipedia – Amazon
Schon seit die Serie angelaufen ist, habe ich in Foren immer wieder davon gelesen, meist positiv bis schwärmend. Ich konnte aber das “Och nee.. Akte X ist voll doof, das kann ja nix Ordentliches sein”-Gefühl nicht unterdrücken und hatte mich der Serie bisher versperrt. Nachdem in “Serien und so” aber letztens auch wieder so davon geschwärmt wurde und von genau demselben anfänglichen Vorbehalt gegenüber Duchovny die Rede war, habe ich dem Guten doch mal eine Chance gegeben.
Ich bereue nichts, denn sowohl das Konzept der Serie als auch die Umsetzung und insbesondere Duchovny sind äußerst überzeugend. Viel nackte Haut, viel Sex, Drugs & Rock’n'Roll, mehr als man von amerikanischen Serien gewöhnt ist – das ist dem Umstand zu verdanken, dass die Serie im Pay-TV läuft, wo diesbezüglich mehr “künstlerische Freiheit” herrscht als im Free-TV.
Die Folgen dauern 30 Minuten, weshalb ich die erste Season mit ihren 12 Episoden problemlos innerhalb von nur zwei Tagen komplett weggeschauen konnte. Schade, dass es nun schon wieder vorbei ist, aber es soll wohl schon nächsten Monat mit Season 2 weitergehen – das ist der Vorteil, wenn man erst später in eine Serie einsteigt!
Das schöne und zumindest für mich doch unerwartete Finale macht definitiv Lust auf mehr – nachdem es zunächst so aussah, als würde sich um Hank herum bei allen Beteiligten alles zum Guten wenden und das auch noch durch seine Hilfe, war es schön, dass auch unser Antiheld endlich wieder ne Portion Glück abbekommt. Auf die Folgen bin ich jetzt schon gespannt, hoffentlich können die Autoren das Niveau halten, denn so direkt auf Fortsetzung angelegt wirkte das Ende erstmal gar nicht.
Eine nette Notiz am Rande: Die “Red Hot Chili Peppers”, sowieso nicht gerade eine meiner Lieblingsgruppen, haben sich offenbar so sehr über den Namen der Serie geärgert, dass sie Klage gegen Showtime eingereicht haben und am Gewinn der Serie beteiligt werden wollen.
“Californication ist das Album der Band überhaupt. Wir haben davon immerhin 14 Millionen Stück verkauft und einen Grammy gewonnen. Sich einfach den Titel unseres Albums zu schnappen und damit irgendeine Fernsehserie zu machen und uns unserer Identität zu berauben ist einfach nicht richtig.”
So ein Quark kann auch nur solchen Koksnasen einfallen..
Aber derartiges Geplänkel tut der Serie an sich keinen Abbruch: Definitiv eine Empfehlung von mir, Anschauen! Und zwar am Besten im O-Ton, die Serie ist wirklich leicht verständlich, von der ersten Folge an.
Bei iTunes gibt es einen kostenlosen Video-Podcast, in jeder Episode spricht ein Darsteller über die Serie.

