09.09.2008
N+
SilverBirch Studios über Atari, erschienen am 26.08.2008
de.wikipedia – en.wikipedia – Amazon (NDS) – (PSP)
“N” ist ein ganz toller Name für ein Spiel. Wenn man nur kurz während einer Zugfahrt von einem Kollegen davon erzählt bekommen hat, steht einem zu Hause ein langwieriger Recherchevorgang bevor. Denn auch wenn ich hier eigentlich die “N+”, die Nintendo DS Version, vorstellen möchte, muss ich weiter ausholen und beim Original, “N”, anfangen.
“N” gibt es schon seit 2004 und wurde von Metanet entwickelt. Es ist immer noch erhältlich, umsonst und sowohl für Windows als auch für OS X und Linux. Auf der offiziellen Seite gibt’s die Downloads.
Wie funktioniert das Spiel? Man steuert einen kleinen Ninja durch 2D-Levels, die mit verschiedenen Gegnern, Gold, Schaltern und einer Ausgangstüre versehen sind. Es gibt nur 3 Aktionen: Links, Rechts, Springen, wobei die Sprungdauer/-höhe von einem selbst durch die Länge des Tastendrucks beeinflusst wird.
Das primäre Ziel: Die Ausgangstüre öffnen und erreichen, bevor die Uhr abgelaufen ist. Sekundär gilt es, so viel Gold wie möglich einzusammeln. Das wird in den schwierigeren Abschnitten zu einem beinahe taktischen Element, denn das gesammelte Gold wird in Zeit für die nächsten Level des aktuellen Levelpacks umgewandelt.
Man springt von Wand zu Wand oder auch nur an einer Wand und kann dabei, genügend Übung vorrausgesetzt, beachtliche Geschwindigkeiten erreichen – die Physik im Spiel ist absolut unrealistisch, aber sie spielt sich hervorragend und es ist ein absoluter Genuss, sich innerhalb ihrer Gesetzmäßigkeiten zu bewegen.
Als ich “N” zum ersten Mal ausprobierte, hab ich nach 5 Minuten frustriert wieder aufgehört und es erst Monate später aus purer Langeweile, Internetlosigkeit und weil es eben noch am Desktop gammelte, noch einmal probiert – und bin seitdem süchtig.
Es gibt 100 Levelpacks zu je 5 Leveln, steigender Schwierigkeitsgrad. An einigen Leveln verzweifelt man, ich habe den vorletzten (schwieriger als der letzte!) Level bestimmt mehrere hundert Male probiert. Aber man hat definitiv den Ehrgeiz, alle Level durchzuspielen, wenn man erstmal vom N-Virus infiziert wurde. Auch gibt es eine gigantische Community, durch die unzählige, oft wirklich geniale, User-Level zum Spielen bereitstehen – der Map-Editor ist schon mit an Bord.
Nun aber zum eigentlichen Anlass des Eintrags: Es gibt seit zwei Wochen eine DS-Version – ich warte schon ewig drauf und jetzt endlich ist es soweit. Leider scheint es in Deutschland (noch) keinen Publisher zu geben, bei Amazon bekommt man es nicht. Ist mir erst jetzt beim Schreiben aufgefallen, da ich die Spiele immer importiere. Wer informiert werden möchte, sobald man es auch in Deutschland bekommt, abonniert am Besten unten die Kommentare zu diesem Eintrag, ich geb dann dort Bescheid.
Die Umsetzung auf den DS ist insgesamt überraschend gut gelungen – die Level sind für die kleinen Screens eigentlich zu groß, also hat man es einfach so gelöst: Auf einem Bildschirm sieht man eine Übersicht, die aber nicht genau genug ist, wenn man durch enge, verminte Gänge hüpft – man kann sich aber sehr gut an iher orientieren. Am anderen Screen hat man einen gezoomten Ausschnitt, der dem Ninja folgt. Dort kann man mit der nötigen Präzision seine Sprünge zielen und timen. Sehr nett ist, dass man selbst entscheiden kann, welche Ansicht auf welchem Screen sein soll.
Der Spielumfang ist nicht so groß wie beim Original, aber dafür sind es alles komplett neue Level. Insgesamt gibt es am DS “nur” 45 Levelpacks zu je 5 Leveln, die man als geübter “N”-Spieler sehr schnell durchgespielt hat. Aber was das tatsächliche “+” ist: Die Community-Funktionen.
Nicht nur, dass man seine selbstgebauten Level, denn auch am DS ist der Leveleditor schon dabei, mit der Welt austauschen kann, es gibt auch endlich die Möglichkeit, es im Multiplayer zu geniessen. Jeder, der “N” bereits gespielt hat, wird das Bedürfnis danach auch schon verspürt haben.
Dank der umfassenden Nutzung der Nintendo WiFi Connection bringt “N+” endlosen Spielspaß mit und kann bedenkenlos gekauft werden, wenn man die Desktopversion mag.
Das Video-Review von IGN vermittelt einen besseren Eindruck von der Umsetzung als es Worte je beschreiben könnten:
Wer mal Lust auf ne Runde im MP hat, kann sich gern bei mir melden!


