20.10.2008
The Contract
Bruce Beresford – USA, 2006
IMDB – de.wikipedia – en.wikipedia – Amazon
Schon knappe 2 Jahre alt, aber entdeckt hab ich den Film nur durch einen Zufall als ich ein wenig über Morgen Freeman recherchierte. Als sogenannte Direct-to-DVD-Produktion wurde der Film natürlich entsprechend weniger intensiv beworben und so wäre er beinahe an mir vorübergezogen. Schade, denn ich mag Morgan Freeman und John Cusack sehr gerne. Ersterer glänzte in so vielen verschiedenen Rollen, dass mir schwerfällt, mich nur auf ein paar Beispiele wie “Robin Hood”, “The shawshank redemption” (Die Verurteilten), “Outbreak” oder “The Bucket List” (Das Beste kommt zum Schluss) zu beschränken. Cusack begeisterte mich ebenso schon in vielen Filmen, darunter “Being John Malkovich”, “High Fidelity”, “America’s Sweethearts” und “Identity” (Identität). Beide können auch in diesem Film überzeugen, doch es hat auch seinen Grund, dass der Film nicht in die Kinos kam.
Obwohl sowohl die schauspielerische Leistung aller Beteiligten gut ist und weit über das häufig in “solchen” Produktionen anzutreffende Niveau hinausgehen und der Film handwerklich, also vom Schnitt und der Kameraführung her, auch sauber und ansprechend verarbeitet ist, fehlt doch das gewisse Etwas. Die Story ist unmotiviert, die Charaktere reißen einen nicht mit. Während dem ganzen Film über wartete ich auf ein größeres Ereignis, eine Wendung, etwas Unvorhersehbares oder Überraschendes. Fehlanzeige – von der grundlegenden Stimmung während des Films her fühlte ich mich ein bisschen an “Michael Clayton” erinnert, aber dort kam es am Schluss zu einer fundamentalen Umkehr der Verhältnisse. Hier hingegen fragt man sich auch am Schluss noch, wieso man nun eineinhalb Stunden lang diese Ereignisse präsentiert bekam. Man nimmt die Handlung zur Kenntnis, aber sie ist nicht nachvollziehbar, die Identifikation mit den Handelnden gelingt nicht.
Zum Zeitvertreib kann man bei einer Vorliebe für die beiden Hauptdarsteller durchaus mal einen Gang in die Videothek wagen, aber insgesamt bleibt er doch hinter den Erwartungen zurück. Schade, denn mit “Double Jeopardy” (Doppelmord) hatte Bruce Beresford meiner Meinung nach schon gezeigt, dass er es besser kann.

