25.11.2008
The Weather Man
Gore Verbinski – USA, 2005
IMDB – de.wikipedia – en.wikipedia – Amazon
Ich mag Nicolas Cage – seine großen Blockbuster wie “Con Air”, “Snake Eyes” (Spiel auf Zeit), “The Rock” oder “Gone in 60 Seconds” hab ich im Teenager-Alter verschlungen und ich halte ihn für einen begnadeten Darsteller. Auch in den letzten Jahren hat er das in Perlen wie “Tricks” und “Lord of War” gezeigt, “Next” und die beiden “National Treasure”-Filme sind sicher nicht seine besten Filme aber immer noch zur einmaligen Abendunterhaltung gut. “The Weather Man” hatte ich 2005 irgendwie verpasst und nur durch Zufall bin ich über Gore Verbinskis Wikipedia-Seite wieder darauf gekommen, dass ich den Film noch sehen wollte. Ich wusste im Vorfeld wenig über den Film, hatte aber vom Cover her eine ähnliche Stimmung wie in “Lord of War” erwartet. Und der Film ist dann auch sehr ernst, eher nüchtern und niedergeschlagen, aber trotzdem mit einer Prise ganz speziellen Humors gewürzt. Verbinski ist ein vielseitiger Regisseur, steht er doch hinter Komödien wie den “Pirates of the Caribbean”-Filmen, “The Mexican” und “Mäusejagd”, dem Horror-Remake “The Ring” und eben auch dieser Mischung aus Drama und Komödie über den Wetteransager David Spritz.
In dessen Leben will so gar nichts gelingen. Er hat noch nicht damit abgeschlossen, dass seine Ehe geschieden wurde, kann nicht akzeptieren, dass seine Frau sich neu verliebt und weiterlebt, seine Kinder haben beide große Probleme und auch mit dem Job ist er nicht besonders glücklich. Bei einem lokalen Fernsehsender aus Chicago bekommt er zwar für den leichtesten Job im ganzen Sender eines der höchsten Gehälter, doch es ist ihm nicht fordernd genug und außerdem ist er es Leid ständig wegen der ungenauen Vorhersagen mit Fast Food beworfen zu werden. Milchshakes, Chicken McNuggets, Burger.. viele, viele Zeitlupensequenzen mit unschönem Ausgang für sein Outfit muss der Ärmste über sich ergehen lassen. Der Film handelt im Prinzip von David Spitz’ Midlife-Crisis. Er versucht seiner Ex-Frau nahe zu bleiben und den Draht zu den Kindern nicht zu verlieren, will im Job weiterkommen und das auch, um seinem Vater zu beweisen, was in ihm steckt. Dieser hat nämlich vor Jahren mal den Pulitzer-Preis bekommen und David hat stets das Gefühl ihn nur zu enttäuschen.
Doch wie er es auch anstellt – es will nicht so recht klappen. Nicolas Cage spielt diese Rolle großartig, die Angst davor, dass ihm alles entgleitet steht ihm stets ins Gesicht geschrieben.
Der Film ist absolut sehenswert, weshalb ich nicht viel mehr über Handlung oder gar Ende verraten möchte – ein erfrischend anderer Film. Kein Hochstilisieren, kein Schönreden, ein ungewöhnliches Bild des “american dream” wird hier gezeichnet. Am Besten gefallen hat mir die Eingebung zu seinem Leben, die Spritz während des Films nach einer erneuten “Fast Food”-Attacke hat. Aber auch die Spongebob-Sequenz ist toll gemacht. Klingt komisch? Anschauen und selbst toll finden!

