14.12.2008
[Gastbeitrag] “iTunes live aus München”: Laith Al-Deen
Jetzt wo die Eröffnung überstanden ist finden auch im ersten deutschen Apple Store regelmäßig(?) die bekannten “iTunes LIVE” Sessions statt. Das Star(t)aufgebot konnte mich nichtmal ansatzweise begeistern, denn weder Peter Maffay noch Laith Al-Deen, Clueso und Xavier Naidoo kann ich irgendetwas abgewinnen. Der Erlebnisbericht zu einem der Auftritte ist aber dennoch ganz interessant, damit man bei hoffentlich noch folgenden Konzerten interessanterer Interpreten schon über den Ablauf Bescheid weiß.
Danke also an HoverSK, dessen Erfahrungen im Apple Store am 10.12.2008 hoffentlich auch den ein oder anderen hier interessieren werden. Zur Regel werden lassen will ich Gastbeiträge nicht, aber bekanntlich braucht jede Regel ja auch eine Ausnahme zur Bestätigung.
Nachdem ich mich weder für Peter Maffay noch für Xavier Naidoo begeistern konnte, hat gestern der Zufall oder besser einige amerikanische Kollegen dafür gesorgt, dass ich genau zur richtigen Zeit aus der Firma kam um mich in die “Schlange” fürs Laith Al Deen Konzert einzureihen, so dachte ich jedenfalls.
So kam ich also voller Erwartungen, welche sich durch die gruppendynamische Erfahrung der Eröffnung am Samstag aufgebaut haben zur Rosenstraße wo ich auch wieder die alt bekannte Absperrung aus MAC Bauzäunen vorfand. Leider war dort keine wirkliche Schlange in die man sich als guter Ossi hätte einreihen können, sondern nur ein paar Leute welche einen Sicherheitsmann belagerten und diesem nach nur 5 Minuten schon einige der begehrten Karten aus dem Kreuz geleiert haben. Was natürlich auch ich gleich anschließend nachgemacht habe (2 Mal ;-)).
Hier für die Leser welche das Prozedere bei iTunes live Konzerten nicht kennen noch mal ne kurze Aufklärung wie es dort so ablief:
Wer sich zuerst dort anstellt bekommt auch zuerst eine Karte (was allerdings nicht bedeutet, dass man dann auch als Erster reinkommt) mit dieser, kann man dann noch gemütlich bis das Event losgeht durch die Stadt laufen und irgendwo nen Kaffee schlürfen oder sich ungesunden Fastfood zuwenden (in meinem Fall beides). Man sollte sich dann in etwa 30 Minuten vor Konzertbeginn wieder vorm Applestore einfinden und sich dort in eine zooartige Absperrung begeben. In welcher man dann ausharren darf, bis zuerst die geladenen Gäste, dann die Leute die eine Karte gewonnen haben und dann letztendlich auch der einfache Pöbel das Gebäude betreten darf. Leider dieses Mal ohne ein riesiges Aufgebot an Mitarbeitern das einen beglückwünschen es geschafft zu haben.) Nachdem ich nun endlich im Gebäude angekommen bin möchte ich natürlich auch ein paar Worte zum Setup dort und später auch zum Konzert selbst verlieren.Die Bühne ist direkt vor dem großen Apfel Logo im Fenster aufgebaut und gewährt den Zuschauern so einen schönen Blick nach draußen hinüber zur anderen Fassade (gute Werbung für Galeria Kaufhof übrigens. Ob die die Events mitfinanzieren?). An den Wänden links und rechts stehen zumeist Sicherheitsleute oder Storemitarbeiter die augenscheinlich Order bekommen haben aufzupassen, dass niemand etwas klaut.
Mit einiger Verzögerung ging es dann um 21:15 auch endlich los. Ein rot gekleideter (Nein kein Coca-Cola Weihnachts-) Mann schritt auf die Bühne und sprach von Grünen Schildern (Notausgängen) und anderen Örtchen (Ausgänge für die Not) nur um danach ganz schlicht den Künstler anzukündigen. Womit es dann auch schon los ging mit dem Gedudel Laith Al-Deen kam auf die Bühne und begann zu singen oder besser gesagt er versuchte die Instrumente der Band zu übertönen. Diese waren für meinen Geschmack etwas zu dominant eingestellt und des Baden Stimme war nicht kräftig genug dagegen anzukommen. Meines Erachtens sollte ein professioneller Sänger in der Lage sein, bei solch einem kleinen Gig wie dem im Apple Store in München mit den 300 Anwesenden ohne elektronische Unterstützung auszukommen, aber das ist nur eine Meinung unter vielen.
Nachdem man sich an die seltsamen Zuckungen von Herrn Al-Deen gewöhnt hat, ist man versucht den Bemühungen der Band nachzugeben und etwas mitzuklatschen. Nur leider ist in den 75 Minuten Konzert wohl niemand so weit gekommen und so wollte trotz Weihnachtsmarkt nebenan (Wo wahrscheinlich 90% der Besucher vorher schon 2 Glühwein gekippt haben oder grade deswegen) nicht richtig Stimmung aufgekommen.Allerdings muss man dem Künstler zu gute halten, dass er es bis zum Ende versuchte und sogar durch die “Zuschauermassen” gelaufen ist. So kam wenigstens jeder Laith Al-Deen Fan auf seine Kosten, nur leider waren von dieser wohl recht raren Sorte nicht allzu viele anwesend. Abschließend kann ich sagen, dass schon allein der 10€ iTunes Gutschein auf der Rückseite der Eintrittskarte den Besuch gerechtfertigt hat. Auch muss ich jetzt nochmal bei dem netten Blog-Inhaber der mir hier eine Plattform bot mich über das Event auszulassen bedanken und hoffe, dass er nicht verklagt wird weil ich es nicht uneingeschränkt gut fand.


