
Paul W. S. Anderson – USA, 2008
IMDB – de.wikipedia – en.wikipedia – Amazon (UK Import)
Das ist auch mal was Neues – ein Film, den ich nicht schlecht fand und zu dem ich trotzdem nicht sehr viel schreiben (können) werde. Mir ist über die Zeit aufgefallen, dass die Artikel zu richtig schlechten Filmen eine sehr starke Tendenz zur Kürze haben. Sie sind oft so kurz, dass sich nichtmal der “Weiterlesen”-Link lohnt. Mal sehen, wieviel nun bei Death Race rauskommt.. wenn es schon mit Transporter 3 nicht klappen sollte (siehe Einleitung zu “Seven Pounds”), dann zieh ich mir eben Death Race rein, dachte ich mir, schließlich wollt ich eh schon ewig schauen und bin nie dazugekommen. Henning hat eine sehr prägnante und zutreffende Beschreibung gefunden, die ich hier kurz zitiere: “[...] >Death Race< [ist] ein Film, der absolut keine Hirnmasse vom Konsumenten fordert. Der Großteil des Filmes besteht aus Driftszenen und Ballerei – stumpf, sehr stumpf, manchmal einfach zu stumpf.”
Das trifft es genau – und wenn man wirklich nicht mehr erwartet, dann kann man kaum etwas an dem Film bemängeln. Es ist gewissermaßen B-Ware von Statham, der durchaus auch A-Ware ablieferen kann: Transporter, Snatch, The Italian Job fallen mir da ein. Die Handlung: Zukunft, USA am Abgrund und Gefängnisse daher überfüllt sowie in privater Hand. Zur Finanzierung finden moderne Gladiatorenkämpfe in Form von “Todesrennen” statt, Stathams Character wird unschuldigerweise verhaftet und muss ein Happy End hinbekommen. Was ich tatsächlich gut gelungen fand, war der Transport der “Mario Kart”-Spielmechanik in die “Realität” mittels im Boden eingelassener Kontakte, die beim Überfahren bestimmte Funktionen (Waffen, Panzerung, Öl..) der Gefährte freischalten. Eine clevere und (für mich) neue Idee, nicht übel.
Und viel mehr gibt es eigentlich schon nicht zu sagen. Der Film ist gute Kost, wenn man einmal komplett auf Durchzug stellen und das Hirn zwei Stunden durchlüften will, reicht daher aber auch völlig, bis er mal im FreeTV kommt. Natürlich nicht für Splatter-Freunde, denn da dürften dann knappe 10 Minuten geschnitten sein, aber auf so etwas lege ich selbst bei Hirn-Aus-Prolet-An-Filmen keinen gesteigerten Wert.
Und da war er, der erste “nicht schlechte” Film ohne “Weiterlesen”-Link. Ich sollte mehr solch leichte Kost anschauen, spart Zeit beim Verarbeiten.