Nachdem mein “Kochrezept” erstaunlich gut angekommen ist, wird es wohl langsam Zeit für diesen Eintrag. Schon im Sommer 2008 kam mir die Idee dazu und auch die Umsetzung war fix erledigt – einzig zum Schreiben dieses Beitrags konnte ich mich nie durchringen. Wer “MetaSquares™” noch nicht kennt, kann diese Lücke hier noch geschwind schließen. Aber da es das Spiel ja über Neujahr umsonst gab, sollte es mittlerweile gut verbreitet und bekannt sein. Der Schwierigkeitsgrad steigt ziemlich rasant, so dass es nicht wenige Partien gab, an deren Ende ich am Liebsten ins iPhone gebissen hätte:

verloren2

Kein Wunder, der Computergegner hat es auch viel leichter beim Erkennen von punkteträchtigen, großen und schräg positionierten Quadraten, denn.. naja, er ist eben der Computer. Trotz prinzipiell durchaus akzeptabler Fähigkeiten im räumlichen Denken, übersehe ich leider doch oft Möglichkeiten – oder vertippe mich ganz einfach.
Doch dafür gibt es eine Lösung:

First look.

Das sind ein paar ganz harmlose Papier-Schnipsel, die aber praktischerweise quadratisch sind und genau die Abmessungen besitzen, mit denen die äußeren Punkte jeweils die Ecken von passenden Zügen in MetaSquares anzeigen. Man legt einfach die Scheibe der gewünschten Größe auf ein oder zwei schon gesetzte Punkte und braucht nicht mehr nachzudenken, in welche Felder noch Punkte gesetzt werden müssen, um den eigenen Vorsprung auszubauen.
Die Idee ist mir gekommen, als zufällig ein beinahe quadratischer Schnipsel auf meinem iPhone gelandet ist und ich eine Partie MetaSquares laufen hatte. 1 Flugs das Spielfeld ausgemessen, ein paar “Tabellen” in Word entsprechend zusammengehackt, ausgedruckt, ausgeschnitten – die “Cheat-Tools” waren geboren und bewährten sich bald in der Praxis. ;)

Um das Ganze nachzubauen, braucht man nichts weiter als ein Din-A4 Blatt Papier und diese PDF-Vorlage. Runterladen, Ausdrucken, Ausschneiden.

Ausdrucken Ausschneiden. Fertig.

Ich habe mir die Plättchen außerdem laminiert, das macht sie widerstandsfähiger/haltbarer und auch besser zu greifen. Der “Tap” geht zudem einwandfrei durch die Laminierfolie “hindurch”, man kann also den Zielpunkt direkt auf das über dem Touchscreen liegende Plättchen setzen.
Eine kleine “Hülle” zum verlustfreien Transport ist bei der Vorlage auch dabei, für diese braucht man außer wie zuvor schon der Schere nur zwei Klebestreifen und ein wenig Fingerspitzengefühl.

Hülle, vorn. Hülle, hinten.

Es bietet sich allerdings an, in den Einstellungen die “Korrekturzeit” hoch einzustellen, da man beim Hinrücken des Plättchens ab und an mal aus Versehen einen Punkt setzt. Wenn man da aufpasst und beim Ausschneiden kein zu arger Grobmotoriker ist, dann kann man dem bösen Computergegner mächtig einheizen. :mrgreen:

Lohn der Mühen


Footnotes:
  1. An dieser Stelle vielen Dank an meinen damaligen Arbeitgeber – ohne einen solch unterfordernden Nebenjob hätte ich weder gerade Spielen können noch genug Zeit gehabt, diesen Gedanken weiterzuspinnen.