Brezen + Käse = Käsebrezen

Angeblich sind Käsebrezen ja mein Leibgericht. Nur weil ich ungefähr zweimal täglich welche esse..
Aber gut, in Zeiten der Wikipedia sollte man sein Wissen ja teilen, und da ich es in der Käsebrezerei zu einer gewissen Perfektion gebracht habe, gibt’s heute eine Premiere. Das erste “Rezept” – diversifizierte Inhalte sind ja im knüppelharten Blog-Gewerbe ohnehin wichtiger denn je.
(Ich hoffe, das war absurd genug, damit den Eintrag keiner ernster nimmt, als er gedacht ist. ;) )

 
1. Einkaufen/Zutaten
Im Titelbild des Eintrags kann man bereits gut erkennen, welche Produkte verwendet werden. Es handelt sich um “Bayrisch Back original Bayerische Brezen” (Ja, ohne e im Firmen-, wohl aber im Produktnamen..) und “Lattaio Maasdamer”, beide erhältlich beim Marken-Discounter Plus. Ja, es geht natürlich ausschließlich NUR mit diesen beiden Produkten, andere Kombinationen aus Tiefkühlbrezen und Käseaufschnitt verursachen spontane Explosionen. Was, Geld von Plus, ich? Quatsch.
Pro Packung Tiefkühlbrezen zu zehn Stück benötigt man zwei Packungen Käse, das Brezensalz ist netterweise bereits bei selbigen inbegriffen.

 
2. Vorbereitung
Man nehme sich einen Rost, gebe Backpapier darauf und verteile dann die gewünschte Anzahl an Brezen. Zu beachten: Genug Abstand lassen, damit man nachher nicht eine einzige, große Masse hat.
Und: Brezen richtig herum auf das Blech legen. Vor lauter Nervosität Nur um zu zeigen wie es nicht geht habe ich die untere Breze zu Testzwecken falsch herum zubereitet. Kinder, ich bin ein Profi und der Sanitäter stand bereit – Bitte nicht zu Hause nachmachen!

Vorbereitung

 
3. Käse – (Salz) – Käse
Nun kommt der Käse ins Spiel – auch wenn es schwer zu glauben ist, aber Vorsicht: Zu viel Käse ist schlecht! Mehr als zwei Scheiben pro Breze sollte man, egal wie groß die Versuchung sein mag, tunlichst vermeiden. Es pendelt sich auf etwa 2,5 bis 3 Scheiben Käse pro zwei Käsebrezen ein, aber statt sich daran zu orientieren sollte man sowieso eher nach dem Augenmaß gehen.

Man beginnt damit, die untere Käseschicht in den Zwischenräumen zu platzieren, so dass der Käse wirklich das Backpapier berührt. Es muss nicht perfekt eingepasst sein und darf auch stellenweise schon auf der Breze liegen, aber der Großteil sollte wirklich in den Zwischenräumen liegen.

Erste Käseschicht

Nun ist der richtige Zeitpunkt, das Brezensalz einzusetzen, sofern man das möchte. Ich persönlich mag den kräftigeren Geschmack, aber das sollte man einfach selbst testen. Dadurch, dass es jetzt über die Brezen mit der unteren Schicht gestreut wird, ist das Salz nachher nicht an der Oberfläche sichtbar, wie es sich für eine Käsebreze gehört.

Salz (optional)

Dann geht es wieder mit Käse weiter – im Normalfall hat man für die Unterschicht von zwei Brezen relativ genau eine Scheibe gebraucht, eventuell noch etwas weniger. Jetzt kommt pro Breze noch eine Scheibe hinzu, die man etwa im Verhältnis 1 zu 2 teilt und dann möglichst flächendeckend auf die Breze arrangiert. Gegebenenfalls muss man das kleinere Drittel nochmals zerkleinern, um eine ordentliche Abdeckung zu erzielen. (Hier kann man auch gut eventuelle Reste von der Unterschicht einsetzen.) Hat man alles richtig gemacht, sollte es vor dem nächsten Schritt etwa so aussehen:

Zweite Käseschicht

 
4. Ofen
Hier wird es leider schwierig, da ich keinen herkömmlichen Ofen nutze, sondern eine Mikrowellen-/Backofen-Kombination. Dort ergeben sich meist andere Hitze-/Dauer-Werte als eigentlich angegeben.
Die Brezen kommen mit der offiziellen Empfehlung von ca. 15 Minuten bei 180° (bei Umluft) bzw. 200° im auf 220° vorgeheizten Ofen.
Ich persönlich heize nicht vor, sondern stelle die Brezen so wie im letzten Schritt vorbereitet in den Ofen und lasse sie dann 22:22 bei 200° drin. Für einen normalen Ofen könnte ich mir vorstellen, dass man ohne Vorheizen mit etwa 20 Minuten bei 180° auskommt. Einfach austesten und zwischendurch mal reingucken, ob der Käse noch gelb ist. ;)
Es ist allerdings wichtig, dass man keinen zu kurzen Zeitraum nimmt, damit die Brezen wirklich durch werden – der Käse hält das schon aus, unfertig gebackener Brezenteig ist hingegen nicht sehr lecker.

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5. Die Geheimzutat
Ist man dann der Meinung, dass die Brezen lang genug im Ofen waren, kommt der schwierigste und wichtigste Schritt, denn jetzt kommt die Geheimzutat ins Spiel: Die Zeit!
Auch wenn man dem Anblick und Geruch der fertigen Brezen kaum widerstehen kann und einen die Hitze in der Küche derart in Wallung bringt, dass man lieber gestern als heute mit der Sünde beginnen möchte: Stark bleiben und nicht sofort mit dem Verzehr beginnen. Manchmal muss man sich selbst die Hände wegtreten, aber es lohnt sich.

Fast fertig - total fettig!

Denn: Die Brezen müssen ein Weilchen, mindestens 15 Minuten, abkühlen, um perfekt zu werden. Der Käse ist zunächst noch zu weich und insgesamt ist alles noch zu heiß. Durch die Abkühlzeit festigt sich sowohl die Breze selbst als vor allem auch der Käse und erst dann ist die Käsebreze fertig. Dann hat man es vollbracht, eine Käsebreze wie aus der guten, alten Zeit, als man solche Prachtexemplare auch noch beim Bäcker bekommen hat. Dicker, saftiger, warmer, würziger Käse füllt die Zwischenräume und wartet darauf, genüsslich angebissen zu werden.

Yummy!

 
6. Das Beste zum Schluss
Reinbeißen. Guten Hunger! ;)