Dem aufmerksamen Beobachter ist es vermutlich schon aufgefallen: In der letzten Woche hab ich ein wenig am Blog geschraubt. Hauptsächlich zwar unter der Haube, aber einige der Änderungen sind auch deutlich sichtbar. Mal sehen, ob ich noch alles zusammenbringe, was ich mir letzte Woche den Schlaf kosten hab lassen:

1. Smilies
Ich habe endlich die hässlichen Standard-Smilies ausgetauscht. Das “Custom Smilies”-Plugin macht das sehr einfach und so wundert es mich, dass ich damit so lange gewartet habe. Denn diese “phpBB”/”OpenSource”-Smilies sind doch wirklich kaum zu ertragen..
Die Smilies werden jetzt zudem auch über dem Kommentarfeld angezeigt und können per Mausklick dort eingefügt werden. Die Liste über dem Kommentarfeld ist vollständig, mehr gibt’s nicht. Sind eh zu viele.. ;)

2. Interface eingedeutscht
Ja, ich habe absichtlich Interface geschrieben. Lokalisierung von WordPress ist manchmal gar nicht so leicht, aber ich bin jetzt einfach mal das komplette Theme von vorne bis hinten durchgegangen und habe jeden auffindbaren Rest Englisch getilgt, den ich finden konnte. Die Monatsnamen in der Dropdownliste unter “Archiv” muss ich mir irgendwann noch vornehmen, aber abgesehen davon sollte es soweit vollständig sein – Schlagwortwolke ist ein tolles Wort, nicht wahr? :P
Was ich unbegreiflich finde: Auch gute 3 Jahre nach meinen ersten Blogging-Versuchen muss man direkt an den Kerndateien von WordPress rumhacken, um den Text des “Weiterlesen”-Links auch auf anderen Seiten als dem Index (also in Kategorien oder dem Archiv) zu ändern und um ihm auszutreiben, dass beim Klick direkt zur Stelle gesprungen wird, an der der Text weitergeht. Grausam!

3. “About”-Seite angepasst
Den Text ein wenig verändert, zwei hübsche Bilder hinzugefügt und vor allem: Endlich findet sich dort eine Erklärung zum Namen des Blogs – wem sich dieser also bislang nicht erschlossen hat, kann nun endlich seinen Horizont erweitern. Ich spiele übrigens andauernd mit dem Gedanken, die Seite von “AgentSmith” in “About Schmidt” umzubenennen. :D Aber den Wort-”Witz” würde vermutlich keiner verstehen/witzig finden und überdies kämen dann wieder Leute auf die Idee, dass der Nickname teils deutsch, teils englisch auszusprechen sei. “AgentSmith” ist wahrscheinlich ohnehin schon eine viel zu kryptische Beschriftung für eine “Über mich”-Seite.

4. Seitenleiste nutzt keine Widgets mehr
Praktisch sind die Dinger ja schon, vor allem machen sie dem Normalverbraucher das Individualisieren der Seitenleiste deutlich leichter – aber gleichzeitig wird das Individualisieren ab einem gewissen Grad nahezu unmöglich. Fast so lang wie den Smilie-Wechsel hab ich darum schon vorgehabt, die Seitenleiste endlich selbst mit reinem PHP nachzubilden, um danach schrittweise ein paar kleine Änderungen daran vorzunehmen. Tja, wie man (nicht) sieht, hat das gut geklappt. Es hat sogar deutlich weniger Zeit in Anspruch genommen, als ich dachte. Die nachfolgenden Änderungen hängen dann auch alle irgendwie mit der Anpassung der Seitenleiste zusammen.

5. Seitenliste aus der Seitenleiste in die Suchleiste gesteckt
Achtung, genau lesen: Die Seitenliste ist jetzt nicht mehr in der Seitenleiste – außerdem wurde die Reihenfolge der Seiten der neuen Position angepasst und die beiden Seiten zu meinen WordPress-Plugins zu einer einzigen vereinigt, damit dafür nicht so viel Platz draufgeht. Der ist an der neuen Stelle nämlich knapp bemessen.
Aber sie sieht schon schick aus, die Seitenliste in ihrer neuen Form als CSS-Horizontal-Button-Menü, oder? :) 1
Dazu sei noch angemerkt: CSS ist der Teufel. :mad:

6. Kategorienliste ein-/ausklappbar gemacht
Da sich diese Liste nur sehr selten ändert, sehe ich nicht ein, dass sie beinahe den meisten Platz in der Seitenleiste beansprucht. Wer hier regelmäßig ist, kennt die Kategorien, und der Rest erkennt ja an der Überschrift weiterhin, wo sich die Liste versteckt. Und mit dem gewonnenen Platz lassen sich weitaus interessantere Dinge anstellen.

7. “Zuletzt kommentiert”
Bis auf die Übersicht der letzten Kommentare waren die Widgets allesamt mit minimalem Aufwand in PHP nachzubilden. Aber hier wollte ich ohnehin etwas anders machen als zuvor: Was nützt mir eine Anzeige der letzten 5 Kommentare, wenn diese alle zum selben Eintrag sind? Es würde doch auch reichen, wenn jeder Eintrag nur einmal vorkommt – eine Liste der zuletzt kommentierten Einträge also. Und nach ein wenig Kopfzerbrechen war auch die entsprechende SQL-Abfrage erdacht:

SELECT t1.ID, t1.datum, t1.autor, t1.cID
FROM (
    SELECT `comment_post_ID` AS ID, `comment_date` AS datum, `comment_author` AS autor, `comment_ID` AS cID
    FROM `wp_comments`
    WHERE `comment_type` <> 'pingback'
    AND `comment_type` <> 'trackback'
    ORDER BY `comment_date` DESC
) AS t1
GROUP BY t1.ID
ORDER BY t1.datum DESC
LIMIT 5

8. Zufallszitat oben rechts
Nachdem jetzt in der Seitenleiste so viel Platz gewonnen wurde, muss der natürlich auch genutzt werden. Mit dem feinen Plugin “Stray Random Quotes” kann man komfortabel im Dashboard eine umfangreiche Zitatesammlung anlegen und diese dann auf vielfältige Weise einbinden. Ich beschränke mich auf ein schlichtes Zitat an prominenter Stelle. Mit dem Autor des Plugins stand ich die letztens Tage in regem Kontakt, denn dem Plugin fehlte eindeutig noch die Möglichkeit, auch ohne erneutes Laden der Seite ein neues Zitat auszugeben, mit Web2.0-AJAX und so. Es hat mich zwar einige Stunden gekostet, aber immerhin hab ich die Arbeit daran gleich nutzen können, mich mal ein wenig mit jQuery vertraut machen. Mittlerweile hat der Autor alle meine Änderungen erhalten und bastelt an einem offiziellen Update. :)

 
So, das ist ja doch enorm viel Text geworden. Hatte ich gar nicht vor, aber was soll’s. Immerhin hatte das Blog am vergangenen Sonntag – gemessen ab der Wiederauferstehung am 08.08.2008 – halbjähriges Jubiläum.


Footnotes:
  1. Wenn nicht: Welcher Browser?