03.02.2009
iShoot
Hersteller: Naughty Bits Software
Im Store seit: 19.10.2008
Getestete Version: 1.1.3
Preis: 2,39 €
iTunes-Link: Klick!
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Wer selbst regelmäßig die Toplisten im App Store durchstöbert und/oder nicht mit gigantischen Scheuklappen durchs Netz wandelt, der dürfte mindestens von iShoot selbst schon gehört haben, vermutlich auch von der “Erfolgsstory” des Entwicklers hinter iShoot, Ethan Nicholas. Nachdem er mit dem Programm eine viertel Million Dollar Umsatz gemacht hat, kündigte er seinen Job bei Sun Microsystems, um sich voll auf die iPhone-Entwicklung konzentrieren zu können. Dazu morgen oder übermorgen mehr, je nachdem wann ich Zeit zum Übersetzen finde, denn Ethan war so nett, mir für ein Interview einige Fragen zu beantworten. Heute soll es nur um das Spiel an sich gehen.
Das Spielprinzip dürfte den meisten vom Klassiker “Scorched Earth” (bzw. dessen eigentlichen Original “Tank Wars”) oder einem der zahllosen Remakes, darunter auch das äußerst beliebte “Worms”, bekannt sein: In einer 2D-Landschaft bekämpfen sich mehrere Panzer mit verschiedenen Waffen, wobei menschliche Spieler durch Angabe von Schusskraft und -winkel versuchen, ihre Gegner zu treffen. Nach jeder Runde bekommt man, meist erfolgsabhängig, neues Kapital um mehr Waffen für die kommenden Runden zu kaufen. Spart man hingegen sein Geld, kann man nach einigen Runden auch auf die teureren, aber viel stärkeren Waffen zurückgreifen.
iShoot transportiert das Spielprinzip sauber auf’s iPhone: Über eine Leiste am unteren Bildschirmrand wählt man die gewünschte Waffe, legt durch Tappen in die Karte den Winkel (der natürlich auch immer als Zahl angezeigt wird, Ungenauigkeit resultiert daraus keine) fest und bestimmt dann zu guter Letzt anhand der Dauer, die man seinen Daumen auf das “Fire!”-Feld drückt, die Schusskraft.
Es gibt bei allen “Tank Wars”-Spielen im Wesentlichen zwei grundverschiedene Ansätze:
- Man hat exakte Kontrolle über Winkel und Schusskraft, indem man beide als konkrete Zahl selbst angibt.
- Man kann nur den Winkel exakt einstellen, während die Schusskraft nur grob beeinflussbar ist.
Durch diesen Unterschied entstehen durchaus verschiedene Spielweisen, und Variante b, die in iShoot Verwendung findet, ist naturgemäß noch besser dazu geeignet, einen zur Verzweiflung zu bringen. Da weiß man nun endlich, was der richtige Winkel ist, nur die perfekte Schusskraft bekommt man einfach nicht hin, sondern lässt immer ganz knapp zu früh oder zu spät den “Button” los.
Von einem Online-Modus 1 abgesehen, bietet iShoot eigentlich alles, was man erwartet: Bis zu vier Spieler treten in 1 – 5, 10, 15, 20 oder beliebig vielen Runden gegeneinander an, jeder menschliche Spieler kann seinen Panzer individuell einfärben und seinen Namen angeben. Die maximal drei nicht-menschlichen Spieler können mit leichter, mittlerer, schwerer und extremer KI ausgestattet werden – hier wäre eine Möglichkeit, die Gegner individuell einzustellen noch nett. Die Vollversion bietet gegenüber der kostenlosen Lite-Variante neben dem vollständigen Waffenarsenal, schöneren Maps/Hintergründen (was natürlich subjektiv ist) auch noch die Möglichkeit, seinen Panzer über kleinere Strecken fahren zu lassen. In der Praxis ist das aber selten und wenn dann nur zu Beginn sinnvoll, da man sonst stets den Winkel neu eruieren müsste.
Die Waffen, die in der Lite-Version fehlen, haben es wirklich in sich, die stärksten können bei einem ideal Treffer auch mit Leichtigkeit einen Gegner komplett von der Karte tilgen – mit ein wenig Glück was die Positionsaufteilung angeht sogar zwei. Die Namen Meltdown, Vulcan Cannon, Doombringer, Grand Slam und Planet Buster halten, was sie versprechen.
Alles in allem macht mir iShoot viel Spaß und die Lite Version sollte wirklich ein jeder ausprobieren. Sie ist in der Spielzeit/Rundenzahl nicht beschränkt, es fehlen nur die stärkeren Waffen, die hübschen Hintergründe und die Möglichkeit, den Panzer fahren zu lassen – bietet aber damit noch genug, um als netter Zeitvertreib dauerhaft in der Sammlung zu verweilen, wenn man die Vollversion nicht kaufen möchte.
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Footnotes:
- An dem aber bereits fleißig gerbeitet wird. ↩









Ich habe mir das Spiel heute für 1,60 zugelegt. Ist echt funny – nur das mit den Runden kapier ich nicht. Wenn ich da auf 4 stelle – erst hab ich alle Typen erledigt und dann ist da keiner mehr aber ich bin noch nicht fertig, was muss ich dann denn noch machen?! Ich steh da auf dem Schlauch. Macht aber echt sehr viel Spaß das Spiel
Also sobald du alle Gegner beseitigt hast, sollte eine Runde beendet werden und eine Übersicht über die bisher gespielten Runden der aktuellen Partie erscheinen – der Bildschirm, bevor du neue Waffen kaufen kannst.
Wenn tatsächlich nur noch ein einziger Panzer am Schirm ist, aber die Ansicht weiterhin im “Kampfmodus” bleibt, ist das ein Bug. Hast du eventuell versehentlich die Zahl der menschlichen Mitspieler erhöht?
Was der Fehler war, weiß ich nicht – auf jeden Fall jetzt funktioniert jedenfalls alles.