The Prodigy - Invaders Must Die

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Smack my bitch up! Mit insgesamt 6 “Alben” 1 sind “The Prodigy” bereits gut in meiner Mediathek vertreten. Für gewöhnlich kann ich mit Electro-Kram überhaupt nichts anfangen, aber vor einigen Jahren hab ich glücklicherweise einen Zugang zu der sehr genialen Musik von den Jungs aus England gefunden. Nachdem ich ein paar der bekannteren Songs von “The Fat of the Land”, vermutlich meist aus Soundtracks, schon kannte und nicht übel fand, hab ich kurz nach seinem Erscheinen 2004 eher spontan das letzte Album “Always Outnumbered, Never Outgunned” bekommen und war sehr angetan. Schnell fanden sich die restlichen Alben in meiner Sammlung ein und begeisterten mich im Laufe der Zeit immer wieder aufs Neue.
Daher freute mich die Ankündigung des neuen Albums – immerhin war mir allerspätestens seit dem besten Remix des vergangenen Jahres auch klar, dass ich da gerne mal live dabei sein würde.

Am dritten März erscheint “Invaders Must Die” in den USA, bei uns netterweise schon heute. Dem local plattendealer sei Dank liegt das Album bereits seit Mittwoch bei mir und ich hab es bislang gute 2 bis 2,5 Mal durchgehört. Tolle Scheibe, “The Prodigy” halten ihr Niveau auch weiterhin.

  • Der namensgebende erste Track ist ganz Prodigy-typisch sehr energiegeladen und veranlasst zu spontanem Hüpfen und Herumzappeln. ;) Toller Opener und gut aufgebauter Song!
  • Die erste Single, “Omen” (seltsamerweise wurde die Single und auch der Track darauf nur “O” genannt), hat einige Samples drin, die wunderbaren Charme alter Spiele-Soundtracks versprühen. Hat mich vom Sound her oft an die “Experience”-Zeit erinnert.
  • “Thunder” gefällt mir besonders wegen der Lyrics – nicht deren Bedeutung, sondern dem Klang. Da steh ich drauf. :D
  • Etwas mehr Abwechslung hätte “Colours” vertragen können, der ist zwar nicht schlecht, aber mit seinen 3:27 etwas eintönig. Eher eine untypische Schwäche für einen Prodigy-Song.
  • “Take Me To The Hospital” krankt ebenfalls ein wenig daran – die ersten drei Tracks waren da besser. Die Bandbreite innerhalb eines Songs gefällt mir an den meisten Stücken so gut, ist aber vielleicht auch eine Sache, in die man sich erst ein wenig mehr einhören muss.
  • Auf den ersten Anlauf klingt “Warriors Dance” ungewöhnlich, hat mir aber gut gefallen. Die weibliche Stimme passt wunderbar zum Track, der nicht so abgeht wie die vorherigen Stücke – aber man braucht ja auch mal ‘nen Downer zwischendrin.
  • Bei “Run with the Wolves” gibt es dafür ja auch wieder ordentlich was auf die Ohren – nicht ohne Grund, denn hier sitzt Dave Grohl an den Drums. Dass er das kann, durfte er ja auch für “Tenacious D” schon erfolgreich unter Beweis stellen.
  • Leider ist “Omen Reprise” eher ein Lückenfüller. Nicht unbedingt schlecht, aber ein “richtiger” Track mehr wäre netter gewesen.
  • Schön zum Mit”singen” hat mich, vor allem gen Ende, der neunte Song des Albums gebracht: “World’s On Fire”. Kein überragender Hit, aber angenehm und teilweise fast entspannend. Trotzdem nicht langweilig.
  • “Piranha” fetzt kurz vor Schluss nochmal ordentlich, bevor …
  • … das Album mit dem sehr untypischen “Stand Up” sanft und gemütlich ausklingt. Gefällt mir richtig, richtig gut, ist aber wie gesagt nicht unbedingt das, was man von Prodigy erwartet.
    Klingt ein bisschen nach Fatboy Slim.

Nicht jeder Track ist ein Knüller, aber ich wollte auch keinen davon direkt überspringen. Gerade die ersten Songs gefallen mir außerordentlich gut, und der letzte natürlich. ;)
Das Vorgänger-Album klang insgesamt “bombastischer” und gefiel mir einen Tick besser, aber “Invaders Must Die” ist auf jeden Fall eine Bereicherung für die Mediathek.

Wer Prodigy noch nicht für sich entdeckt hat, dem rate ich für den Einstieg aber eher zum zeitlosen “The Fat of the Land” oder auch der Singles-Collection “Their Law”.


Footnotes:
  1. “Their Law”, die Single-Collection, und “The Dirtchamber Sessions Volume 1″, ein Mixtape, zählen natürlich nicht als Studioalben.
  2. \"Their Law\", die Single-Collection, und \"The Dirtchamber Sessions Volume 1\", ein Mixtape, zählen natürlich nicht als Studioalben.