Alle Beiträge im March 2009

31.03.2009

Fiva – Rotwild

Fiva - Rotwild

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Ich persönlich habe es ja nicht sonderlich mit Lokalpatriotismus und kann auch diesen West Coast/East Coast Hamburg/Berlin-Quatsch nicht ganz nachvollziehen. Seit ich mit der Musik von Fiva in Berührung gekommen bin, kann ich aber wenigstens ein bisschen verstehen, weshalb gute Musik aus der eigenen Heimat noch mehr Spaß macht. Das war 2005, wo sie als “Fiva MC & DJ Radrum” bei den beiden Tourneen von “Fettes Brot” als Support dabei waren und ich sie sowohl in München als auch in Salzburg live gesehen habe. Neben Lokalpatriotismus kann ich ja meist Vorgruppen ebenfalls nicht besonders gut leiden, doch diese beiden Talente hatten es damals (zum zweiten Mal überhaupt) geschafft, sich blitzschnell einen Platz in meiner Mediathek zu erspielen.
Die beiden großartigen Alben “Kopfhörer” und “Spiegelschrift” sind sehr verschieden vom restlichen Hip-Hop-Inhalt in selbiger. Deutlich ruhiger, langsamer und gefühlvoller. Natürlich haben auch z.B. “Fettes Brot” Tracks aus dieser Kategorie im Angebot, etwa “Lichterloh”, aber da ist das eben nur eines unter vielen anderen/verschiedenen Stücken.
Fivas Texte sind, ohne dass ich damit auch nur im Ansatz das Genie in Texten anderer Interpreten in Abrede stellen will, einfach von einer ganz besonderen, geradezu poetischen, Qualität. Nicht ohne Grund ist sie bei Poetry Slams sehr erfolgreich.

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29.03.2009

Duplicity (Gemeinsame Geheimsache)

Duplicity

Tony Gilroy – USA, 2009

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Die aktuelle Sneak-Prognose hatte eigentlich nichts Gutes verheißen, lag aber glücklicherweise völlig daneben. “Duplicity” kam nicht einmal in der Prognose vor, startet in Deutschland auch erst am 30.04. und wurde anscheinend in München als erstes gesneakt. Es ist die zweite Regiearbeit Tony Gilroy, zuvor unter anderem Drehbuchautor von “Armageddon”, “The Devil’s Advocate” und der Bourne-Trilogie. Sein letztes Werk, bei welchem er wie im aktuellen Fall sowohl Autor als auch Regisseur war, hat mich Ende 2007 schwer beeindruckt: “Michael Clayton”.
Mit “Duplicity”, einer romantischen Komödie über Industriespionage, überzeugt er auch in einem anderen Genre, so gut wie am Freitag hat mich schon lange kein Film mehr unterhalten.

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28.03.2009

MAUT-Nachlese vom 27.03.2009

Ich denke, man kann gefahrlos sagen, dass dieses Mal das längste MAUT bisher war.. ;)

Termin-Doodle für den nächsten Termin:
http://doodle.com/z569necnuw9kndrh

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27.03.2009

Samy Deluxe – Dis Wo Ich Herkomm

Samy Deluxe - Dis Wo Ich Herkomm

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Schon beim Comeback von “Dynamite Deluxe” letztes Jahr kamen schnell die “Soso, der Herr Deluxe” braucht also wieder ein bisschen Kohle.”-Bemerkungen auf – ich denke zwar, dass der gute Mann finanziell ziemlich sicher da steht, aber letztendlich war mir das Ganze ohnehin egal. Ich war einfach nur froh darüber, durch das neue Album auch die Gelegenheit zu zwei tollen Live-Auftritten zu bekommen, war ich doch erst lange nach dem Ende der Truppe auf den Geschmack gekommen. Ebenso erfreut habe ich die Nachricht über ein neues Solo-Album aufgenommen, da mir schon das Selftitled und “Verdammtnochma!” etwas besser gefallen hatten als die DD-Scheiben. Meine Erwartungen waren hoch, leider wurden sie nicht ganz erfüllt. Was macht Samy Deluxe für mich aus? Sein absolut abartiger Flow und/oder verdammt gute Beats mit mächtig viel Wumms. Außerdem natürlich die genialen Texte – ob nun mit Anspruch oder eher spaßlastig. In den verschiedensten Kombinationen hat Samy mit diesen einfachen Zutaten bisher einige der besten deutschen Hip-Hop-Tracks überhaupt erschaffen. Ja, es mag sicher teilweise eher seichte Unterhaltung sein, aber eben verdammt – teils unerreicht – gute Unterhaltung.
Und das ist es was mir auf dem neuen Album insgesamt abgeht – es besteht fast gänzlich aus Tracks, die bisher nur einen Bruchteil eines Albums ausgemacht hatten. Ich hatte es bereits nach der ersten Single “befürchtet”: es ist wahrlich kein schlechtes Werk, nur leider weder was ich erwartet und erhofft hatte, noch das, was ich an der DLX-Musik so schätze.

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25.03.2009

Vicky Cristina Barcelona

Vicky Cristina Barcelona

Woody Allen – USA/Spanien, 2008

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Wie ich immer wieder feststelle, ist die Rezeption von Filmen stark von der eigenen Stimmung/Verfassung abhängig. Man hat ja von jedem ungesehen Film eine gewisse Vorstellung, je nach Anzahl gesehener Trailer und anderen Kriterien ist diese natürlich mehr oder weniger konkret. Teilweise habe ich einfach niemals das Gefühl, jetzt in der richtigen Stimmung dafür zu sein, was ich mir von einem bestimmten Film erwarte. Aus diesem Grund habe ich manche Filme monatelang hier rumliegen, von denen ich absolut überzeugt bin, dass sie mir gut gefallen – sei es wegen der Darsteller oder wegen Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Vicky Cristina Barcelona, im Folgenen mit VCB abgekürzt, ist einer davon, schon seit Januar wartet die DVD auf mich – der Vorfilm hatte mir gefallen, mehrere Empfehlungen waren vorhanden. Doch anhand des Trailers hatte ich mir den Film deutlich kitschiger und oberflächlicher vorgestellt, als er eigentlich ist.
Auch gestern Abend war meine Reaktion zunächst “Mhm.. ne. Heute nicht.”, doch ich wurde überstimmt und war dann auch nach wenigen Minuten von meinem (Vor-)Urteil abgewichen.

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23.03.2009

Duel (Duell)

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Steven Spielberg – USA, 1971

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Ja, richtig gelesen: Steven Spielberg. Zufällig bin ich Ende letzter Woche beim Wikipedia-Stöbern über seinen ersten Spielfilm, “Duel”, gestolpert. Alleine die Beschreibung klang schon so herrlich trashig, dass ich ihn mir gleich letzte Nacht direkt angesehen habe:

Der Geschäftsmann David Mann befindet sich in seinem Wagen [...] auf einer längeren Autofahrt quer durch Kalifornien, weit abseits von irgendwelchen größeren Ortschaften, [...] [als] vor ihm plötzlich ein Tanklastzug [...] auftaucht. Der LKW verlangsamt seine Fahrt immer mehr und hindert Mann zunächst am Überholen. Als ihm dann doch das Überholmanöver gelingt, scheint die Geschäftsreise genauso langweilig wie vor diesem kleinen “Zwischenfall” weiterzugehen. Doch der LKW hat ohne ersichtlichen Grund beschlossen, Jagd auf David Mann zu machen. Er überholt ihn, bremst ihn aus, lässt sich wieder überholen und versucht sogar, ihn von der Straße abzudrängen.

Als ich mir das durchlas, hörte ich es mit dramatischer, tiefer Trailer-Stimme im inneren Ohr und nach dem letzten Satz musste ich unfreiwillig den klassischen “Dadadaa”-Schock-Effekt dazudenken. Höchst amüsiert war mir klar, dass ich diesen Film sehen müsse. :D

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