Fiva - Rotwild

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Ich persönlich habe es ja nicht sonderlich mit Lokalpatriotismus und kann auch diesen West Coast/East Coast Hamburg/Berlin-Quatsch nicht ganz nachvollziehen. Seit ich mit der Musik von Fiva in Berührung gekommen bin, kann ich aber wenigstens ein bisschen verstehen, weshalb gute Musik aus der eigenen Heimat noch mehr Spaß macht. Das war 2005, wo sie als “Fiva MC & DJ Radrum” bei den beiden Tourneen von “Fettes Brot” als Support dabei waren und ich sie sowohl in München als auch in Salzburg live gesehen habe. Neben Lokalpatriotismus kann ich ja meist Vorgruppen ebenfalls nicht besonders gut leiden, doch diese beiden Talente hatten es damals (zum zweiten Mal überhaupt) geschafft, sich blitzschnell einen Platz in meiner Mediathek zu erspielen.
Die beiden großartigen Alben “Kopfhörer” und “Spiegelschrift” sind sehr verschieden vom restlichen Hip-Hop-Inhalt in selbiger. Deutlich ruhiger, langsamer und gefühlvoller. Natürlich haben auch z.B. “Fettes Brot” Tracks aus dieser Kategorie im Angebot, etwa “Lichterloh”, aber da ist das eben nur eines unter vielen anderen/verschiedenen Stücken.
Fivas Texte sind, ohne dass ich damit auch nur im Ansatz das Genie in Texten anderer Interpreten in Abrede stellen will, einfach von einer ganz besonderen, geradezu poetischen, Qualität. Nicht ohne Grund ist sie bei Poetry Slams sehr erfolgreich.

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