Papa Roach - Metamorphosis

de.wikipediaen.wikipediaiTunesAmazon (CD)(MP3)

Irre, ursprünglich sollte dieses Album nicht nur einen anderen Namen – “Days of War, Nights of Love” – tragen, sondern vor allem schon letztes Jahr im August veröffentlicht werden. Dann wurde die Veröffentlichung auf März 2009 verschoben, weil man einen sauberen Start in einem neuen Jahr haben wollte. 1 Genauer gesagt ist am übernächsten Dienstag, den 24.03.2009 der offizielle Termin, aber da das Album in der langen Zwischenzeit nicht mehr großartig verändert wurde, haben wohl einige Händler die Exemplare bereits bekommen. Ich verstehe zwar nicht, weshalb man dann mit dem Verkauf nicht schon im Januar begonnen hat, aber solang ich endlich neues Material von Papa Roach auf die Ohren bekomme, soll’s mir egal sein. Mein Ersteindruck: Gefällt, teilweise besser als die letzten Alben.

Zur Zeit als THPS2 topmodern und in war, befanden sich Papa Roach grade am Höhepunkt ihrer Popularität und auch ich begann im Jahr 2000, mich für die Jungs zu interessieren. “Infest” ist eine Scheibe für die Unendlichkeit und war einer der Gründe, weshalb ich 2001 zu RIP gefahren bin. Auch das nachfolgende Album fand ich gut, wenn auch nicht mehr auf demselben Level. Danach entwickelten sich die Kalifornier seltsamerweise/leider zu einer Art Emo-Pop-Rock-Kombo, was sich in sehr komisch Videos, noch viel seltsamerem Aussehen und leider eben auch der Musik bemerkbar machte. Einige gute Tracks kamen dabei zwar auch zustande, aber dennoch war die Begeisterung aus den Jahren zuvor eindeutig weg, zumal Papa Roach in den ersten Jahren ihres großen Erfolgs auch eine ganz lausige Live-Band waren. Die zwischenzeitlich veröffentlichte Live-DVD “Live and Murderous in Chicago” hat allerdings sowohl gezeigt, dass sie da mittlerweile dazugelernt haben, als auch wieder mehr von der Energie verkörpert, die einst meine Begeisterung für Coby Dick und seine Mannen entfacht hatte.

  • Der erste Track des neuen Albums, “Days of War”, ist ein geiler Opener, sowohl für das Album als hoffentlich auch für das Konzert am 24.04. – die Karte liegt schon hier am Schreibtisch. ;)
    So muss das klingen, brachial und pompös, voller Wumms.
  • Genauso geht es danach auch in “Change or Die” weiter, schnell pocht der Bass während die Gitarre laut und energetisch hin- und herfaucht. Kein Gejaule, kein Gewinsel, sondern aggressiver “Schreigesang”, wie man ihn von der Band kennt. Toller Track, ich fühlte mich beim Hören sofort wieder in “die gute, alte Zeit” zurückversetzt.
  • “Hollywood Whore”, die erste Single, findet deutliche Worte für die Paris Hiltons dieser Welt und klingt auch gut – auch schön laut und zum Mitbewegen anregend, aber nicht so intensiv wie im vorherigen Track.
  • Nicht minder “explicit” ist die Nummer 4: “I almost told you that I loved you” – kleiner Auszug aus dem Text: “… / I hate to say it but it has to be said / You look so fragile as I fuck with your head / …”
    Dennoch, musikalisch schon fast Ohrwurm-tauglich und auch trotz der Härte ein guter Text.
  • Die zweite Singe trägt den Namen “Lifeline”, das Video dazu kann man sich auf der offiziellen Homepage in ziemlich guter Qualität anschauen. Nettes Lied, auch nach mehrmaligem Hören geht es mir trotz “Schnulzencharakter” nicht auf die Nerven.
  • Ähnlich ruhig (böser formuliert: radiotauglich) geht es mit “Had Enough” weiter. Ist aber auch schön, nicht kitschig.
  • “Live This Down” ist der erste Track, der mir nicht besonders zusagt. Nichts Halbes und nichts Ganzes, plätschert (zu) langsam vor sich hin.
  • Ähnlich geht es mir mit “March out of the Darkness”, wobei da auch das Gefühl mitschwingt, den Song auf einem der “Emo-Alben” schonmal gehört zu haben. Ich könnte jetzt keinen konkreten Titel benennen, aber es klingt ziemlich austauschbar. In der zweiten Hälfte wird der Song allerdings besser.
  • Dafür ist “Into the light” endlich wieder mit kräftig Wumms, schon besser. Sehr geiles Stück, musikalisch eines der besten vom Album, das dürfte live ziemlich gut abgehen. :D
  • Und die nächste “Ballade”. Nicht unbedingt schlecht, aber Lieder wie “Carry Me” sind einfach nicht das, was ich von Papa Roach haben will.
  • “Nichts of Love” ist zwar auch eher soft, gefällt mir aber besser als das vorherige Lied. Klingt ungewohnt, aber interessant. Trotzdem eines der schwächerechen Stücke.
  • Leider endet das Album nicht mit einem Knaller. “State of Emergency ist zwar kein “Kuschelrock”, setzt aber den eher seichten, ruhigen Trend der letzten zwanzig Minuten des Albums fort. Kein schlechter Song, aber noch ein paar vom Kaliber der ersten Tracks wären mir lieber gewesen.

Insgesamt bin ich positiv überrascht und freue mich jetzt noch mehr aufs Konzert, für das ich mein Ticket schon lang vor dem Album gekauft habe.
Das wird ein Fest! :boogie:


Footnotes:
  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Metamorphosis_(Album)
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Metamorphosis_(Album