09.04.2009
Monsters. vs. Aliens
Conrad Vernon, Rob Letterman – USA, 2009
IMDB – de.wikipedia – en.wikipedia – Amazon
Ich geb’s zu: Auf “Monsters vs. Aliens” habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind. Der Trailer war so lustig, dass mein Kritikzentrum sich ganz schnell verabschiedet hat, damit der Rest vom Hirn feiern kann. Ich habe damals auch extra darauf hingewiesen, wie vielversprechend der Trailer war. Ebenso konnte ich mir letzte Woche eine Fußnote, die den Kino-Besuch nochmal ankündigte, nicht verkneifen. Was ich beim Trailer im Dezember aber noch gar nicht wusste: Mit diesem Streifen startet Dreamworks seine Mega-Offensive pro 3D-Kino, von jetzt an werden sämtliche Dreamworks-Kinofilme unter Verwendung von Intels InTru3D produziert. Die im Kino verteilten Polfilterbrillen für das auf Stereoskopie basierende 3D-Verfahren tragen auf ihrer Plastikhülle die Bezeichnung “Disney Digital 3-D”.
Nachdem mir gestern zugetragen wurde, dass meine Texte meist zu lang würden, versuch ich heute mal, mich kurz zu fassen. Ist mir eh recht, ich muss jetzt noch die letzten Reste packen, morgen geht’s ab nach Passau.
Das fällt bei diesem Film nicht besonders schwer: Er ist nämlich, verglichen mit den Animationsfilmen der letzten Jahre, ziemlich plump. Der Niveau-Unterschied zu Wall-E, dem vorläufigem Höhepunkt einer steten Weiterentwicklung und Emanzipierung des Genres, ist deutlich feststellbar. Aber, und damit komme ich auch schon zur Kernaussage:
Die Witze sind zwar äußerst flach, doch die plastischen 3D-Bilder gleichen das locker wieder aus. 1
Ich kann natürlich jetzt im Nachhinein nicht mehr beurteilen, wie der Film ohne die Brillen gewirkt 2 hätte. Wir waren uns danach aber einig, dass er vermutlich nicht einmal halb so gut funktionieren würde – es geht schon in einer der ersten Szenen los. Ich sag nur so viel: Ein sogenanntes “paddle ball”-Spielzeug spielt eine zentrale Rolle. ![]()
Von dem Moment an war es im Grunde schon um uns geschehen, was dann folgte, war kein gewöhnlicher Kinobesuch, es war ein einziges Fest. Johlend, klatschend und jubelnd haben wir (zusammen mit dem ebenso begeisterten Rest der Zuschauer!) uns von Gag zu Gag treiben lassen, uns über eine Anspielung nach der anderen amüsiert. Seit dem “Die Hard”-Quadro-Feature war ich nicht mehr in einem Kinosaal mit derart guter Stimmung. Ich hätte nie gedacht, dass einem Film jemals “Axel F” noch besser zu Gesicht stünde als den “Beverly Hills Cop”-Streifen, aber die Verwendung des Tracks in “Monsters vs. Aliens” ist der neue König. ![]()
Da die Story bereits im Titel zusammengefasst wird und das Kennenlernen der verschiedenen Monster einen wesentlichen Anteil am Filmvergnügen hat, will ich hierzu nichts ausführen, außer ganz deutlich herauszustellen, dass B.O.B. (siehe Cover) eindeutig das coolste Geschöpf ist: “Turns out, you don’t need [a brain]!”
Ich kann wirklich nur jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen, sich dieses Meisterwerk des Klamauk in 3D anzusehen. Ich hatte als Brillenträger durchaus meine Bedenken, aber weder störte meine normale Brille, noch bekam ich irgendwelche Probleme mit Kopfschmerzen oder sonstigen Beschwerden. Ich muss zugeben, dass ich nach dem gestrigen Abend zumindest eine Perspektive für die Kinobranche in der 3D-Technologie sehe, denn das macht großen, großen Spaß und ist längst über das Experimentier-Stadium aus den 90er-Jahren hinaus, wo man noch keine natürlich aussehenden Farben im Raum darstellen konnte. Es sieht ab und an ein wenig ungewohnt aus, aber das ist es eben auch noch: ungewohnt.
Ich für meinen Teil bin hocherfreut, dass die kindliche Begeisterung, die ich dem Film schon im Vorfeld entgegengebracht habe, belohnt wurde. Lange wurde das Kind in mir nicht mehr derart zufriedengestellt. Ich glaube, ich muss morgen erstmal noch bei McDonalds eine Juniortüte ein Happy Meal mit B.O.B.-Extra kaufen gehen. Wie ein kleines Kind.
Footnotes:


Schönes Review – und genau in der richtigen Länge
Und ich kann dem Agent hier nur zustimmen:
– 3D ist hier einer der Hauptdarsteller – und was für einer !
– The President plays “Axel F”… war tatsächlich ein absoluter Brüller
– Auch wenn wir einen 3D-Aufpreis gezahlt haben, es war jeden Cent wert !
Übrigens: Ich habe mir hinterher nochmal den deutschen Trailer angesehen und fürchte, dass dem Film dadurch deutlich was fehlt => unbedingt auf englisch schauen (ist wirklich problemlos zu verstehen)
Und ich weiss ja nicht, was der liebe Agent gemacht hat, aber bei mir sah der Film ohne Brille _nicht_ normal aus, sondern verschwommen und überlagert. Und das war bei “Beowulf 3D” eigentlich auch schon so (gleiche Brillen)…
Dazu muss noch angemerkt werden, dass gucadee sonst gar kein so fanatischer O-Ton-Verfechter ist, wie z.B. ich und Fabian es sind.
Wegen der Brille: Seltsam, aber ich hab auch nur zwei Mal für etwa zehn Sekunden ohne Brille gelugt, da sah alles normal aus. Fabian meinte auch, es wäre ohne Brille anschaubar. Ich würde ihn mir ja glatt nochmal anschauen, um Gewissheit zu erlangen.
Ich fand er war auch gut ohne Brille anzusehen, aber vielleicht sollte ich mir generell mal überlegen eine solche zuzulegen, vielleicht ändert sich dann meine Meinung
Was kostet der Spaß denn? …so im Vergleich zum normalen Kino?
Laut dem Kinoprogramm wird dort für Digital 3D-Vorstellungen ein Aufpreis von 1,50€ verlangt, also quasi vernachlässigbar.
Was, das kostet regulär auch noch 8,00 EUR ?
Wie krass, wusste ich nicht… aber ok, ich bin sonst nur Dienstags im Kino und bin einfach an < 6,00 EUR gewöhnt.
der aufpreis ist ja verhätlnismäßig niedrig, wie ich finde. hätte da eher den doppelten preis erwartet. ich finde die länge deiner texte übrigens immer angenehm – da hat man wenigstens was zu lesen.
p.s:..ich kann es nicht fassen, der agent hat die zwei tage nicht eingehalten – ich hätte es ja nicht für möglich gehalten
..
Da muss ich dich enttäuschen, heute kommt noch was, und auch für übermorgen hab ich schon nen Eintrag vorbereitet, falls ich tatsächlich nicht rechtzeitig einen ordentlichen Rechner mit Netzzugang in der Uni unter die Griffel bekomme.
..ich meinte eher den nicht eingehaltenen 48h rythmus
Es gibt hier nur einen Rhythmus: Solange rechts im Kalender ein schönes Muster entsteht, ist alles in Butter.
Die 48 Stunden hab ich schon sehr häufig überstrapaziert.
Nabend, bei uns lief er nicht im 3D aber im Original Ton..