Monsters vs. Aliens

Conrad Vernon, Rob Letterman – USA, 2009

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Ich geb’s zu: Auf “Monsters vs. Aliens” habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind. Der Trailer war so lustig, dass mein Kritikzentrum sich ganz schnell verabschiedet hat, damit der Rest vom Hirn feiern kann. Ich habe damals auch extra darauf hingewiesen, wie vielversprechend der Trailer war. Ebenso konnte ich mir letzte Woche eine Fußnote, die den Kino-Besuch nochmal ankündigte, nicht verkneifen. Was ich beim Trailer im Dezember aber noch gar nicht wusste: Mit diesem Streifen startet Dreamworks seine Mega-Offensive pro 3D-Kino, von jetzt an werden sämtliche Dreamworks-Kinofilme unter Verwendung von Intels InTru3D produziert. Die im Kino verteilten Polfilterbrillen für das auf Stereoskopie basierende 3D-Verfahren tragen auf ihrer Plastikhülle die Bezeichnung “Disney Digital 3-D”.

Nachdem mir gestern zugetragen wurde, dass meine Texte meist zu lang würden, versuch ich heute mal, mich kurz zu fassen. Ist mir eh recht, ich muss jetzt noch die letzten Reste packen, morgen geht’s ab nach Passau. :)

Das fällt bei diesem Film nicht besonders schwer: Er ist nämlich, verglichen mit den Animationsfilmen der letzten Jahre, ziemlich plump. Der Niveau-Unterschied zu Wall-E, dem vorläufigem Höhepunkt einer steten Weiterentwicklung und Emanzipierung des Genres, ist deutlich feststellbar. Aber, und damit komme ich auch schon zur Kernaussage:
Die Witze sind zwar äußerst flach, doch die plastischen 3D-Bilder gleichen das locker wieder aus. 1

Ich kann natürlich jetzt im Nachhinein nicht mehr beurteilen, wie der Film ohne die Brillen gewirkt 2 hätte. Wir waren uns danach aber einig, dass er vermutlich nicht einmal halb so gut funktionieren würde – es geht schon in einer der ersten Szenen los. Ich sag nur so viel: Ein sogenanntes “paddle ball”-Spielzeug spielt eine zentrale Rolle. :D
Von dem Moment an war es im Grunde schon um uns geschehen, was dann folgte, war kein gewöhnlicher Kinobesuch, es war ein einziges Fest. Johlend, klatschend und jubelnd haben wir (zusammen mit dem ebenso begeisterten Rest der Zuschauer!) uns von Gag zu Gag treiben lassen, uns über eine Anspielung nach der anderen amüsiert. Seit dem “Die Hard”-Quadro-Feature war ich nicht mehr in einem Kinosaal mit derart guter Stimmung. Ich hätte nie gedacht, dass einem Film jemals “Axel F” noch besser zu Gesicht stünde als den “Beverly Hills Cop”-Streifen, aber die Verwendung des Tracks in “Monsters vs. Aliens” ist der neue König. :boogie:
Da die Story bereits im Titel zusammengefasst wird und das Kennenlernen der verschiedenen Monster einen wesentlichen Anteil am Filmvergnügen hat, will ich hierzu nichts ausführen, außer ganz deutlich herauszustellen, dass B.O.B. (siehe Cover) eindeutig das coolste Geschöpf ist: “Turns out, you don’t need [a brain]!” :mwahaha:

Ich kann wirklich nur jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen, sich dieses Meisterwerk des Klamauk in 3D anzusehen. Ich hatte als Brillenträger durchaus meine Bedenken, aber weder störte meine normale Brille, noch bekam ich irgendwelche Probleme mit Kopfschmerzen oder sonstigen Beschwerden. Ich muss zugeben, dass ich nach dem gestrigen Abend zumindest eine Perspektive für die Kinobranche in der 3D-Technologie sehe, denn das macht großen, großen Spaß und ist längst über das Experimentier-Stadium aus den 90er-Jahren hinaus, wo man noch keine natürlich aussehenden Farben im Raum darstellen konnte. Es sieht ab und an ein wenig ungewohnt aus, aber das ist es eben auch noch: ungewohnt.

Ich für meinen Teil bin hocherfreut, dass die kindliche Begeisterung, die ich dem Film schon im Vorfeld entgegengebracht habe, belohnt wurde. Lange wurde das Kind in mir nicht mehr derart zufriedengestellt. Ich glaube, ich muss morgen erstmal noch bei McDonalds eine Juniortüte ein Happy Meal mit B.O.B.-Extra kaufen gehen. Wie ein kleines Kind. :love:


Footnotes:
  1. Credit goes to @ftf once again. Word!
  2. Ausgesehen hat er ohne die Brillen allerdings wie ein ganz normaler Film, ein großer Vorteil der verwendeten Technik. Oder auch nicht, siehe Kommentare.