NOFX - Coaster

de.wikipediaen.wikipediaiTunesAmazon (CD)(MP3)

So, weiter geht’s beim Abarbeiten der Entwürfe. Zur Zeit staut sich bei mir die ToDo-Liste des echten Lebens leider ins Unermessliche und ich habe bei weitem nicht mehr die Zeit, meinen gewohnten 2-Tages-Rhythmus einzuhalten. Ich bin da leider ein wenig althergebracht und lasse mich dann in solchen Fällen zusätzlich durch übertriebene Traditionalität blockieren – hier wird sich wohl langfristig so einiges an der Struktur ändern, aber eher in kleinen Schritten.
Letztes Mal ist mir bereits aufgefallen, dass sich Artikel viel schneller schreiben, wenn man nicht voller Begeisterung sondern voller Enttäuschung steckt. Leider “klappt” das auch beim neuen NOFX-Album, das bei mir nicht so ganz zünden will. Entsprechend kurz auch die Abhandlung.

Seit knapp zwei Monaten erhältlich, von mir am ersten Tag angeschafft und seitdem etwa fünfmal gehört. Wie schon “Wolves in Wolves’ Clothing” kommt auch “Coaster” nicht an das herausragende Neuzeit-Album “The War on Errorism” heran – von der obligatorischen “guten, alten Zeit” ganz zu schweigen. So geht es zwar mit “We Called it America” durchaus stimmungsvoll los, verschwimmt aber danach zusehends in der Bedeutungslosig- und Gleichgültigkeit.
Ich gehöre ja zu den Leuten, die den Ärzten gerne vorwerfen, dass sie “früher viel härter und punkiger” waren, weil ich nunmal eher auf die härtere Gangart stehe. Auch in der Hinsicht ist das neue Album nicht für mich gemacht. Die soften Songs erreichen dabei leider nichtmal ansatzweise die grandiosen Klassiker von NOFX wie etwa “Kill All the White Man” oder “Together on the sand”, bei denen mich das Tempo überhaupt nicht stört.
Keiner der Titel bleibt mit unmittelbar im Gedächtnis, keiner hat mich sofort mitgerissen. Austauschbar und ideenlos, so traurig ich auch bin, zu diesem Ergebnis zu gelangen.

Stelle ich in meiner Sammlung von NOFX auf Zufallswiedergabe, dann dauert es einige Stunden, bis ich einen Punkt erreiche, an dem ich was anderes hören möchte – beim neuen Album stellt sich dieser Effekt noch vor dem Ende des Albums ein.
Schade – kann denn keiner von den Etablierten mehr Musik machen? Green Day, Eminem, NOFX.. Enttäuschungen am laufenden Band. Aber das sind andere Geschichten. Auf bald! :)