26.12.2008

Project Honey Pot und http:BL

Blog-Spam ist ja zu einer echten Plage geworden und nicht ohne Grund kommt WordPress mittlerweile standardmäßig mit dem Askimet-Plugin daher. Dieses funktioniert auch im Wesentlichen wunderbar, ich hatte noch keinen einzigen “false positive”-Kandidaten und von insgesamt knapp 1600 geblockten Kommentaren seit August 2008 sind nicht mal 10 Stück durchgerutscht. Trotzdem ist es sehr nervig, täglich die meist zweistellige Zahl an Spam-Kommentaren aus der Askimet-Warteschlange zu löschen - und zu überfliegen, denn Risiko, dass doch mal ein legitimer Beitrag aussortiert wurde, will man ja auch keines eingehen.

Durch einen Nutzer “meines” WP-Plugins “StatPress Reloaded” wurde ich letztens auf “Project Honey Pot” aufmerksam. Die genaue Arbeitsweise des Projektes kann auf der Website nachgelesen werden, die Kurzfassung sieht so aus: Durch ein ausgeklügeltes Netz von Honeypots werden Daten über die IP-Adressen von Spammern, E-Mail-Harvestern und ähnlichen unerwünschten Netzteilnehmern erfasst. Anhand verschiedener Bewertungs-Systeme und Zeitskalen wird dann für jede IP ein “Bedrohungslevel” in Form eines Zahlenwertes gespeichert, ebenso stets die letzte Auffälligkeit.

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24.12.2008

Bad Santa

Bad Santa

Terry Zwigoff - USA, 2003

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Hurra, Weihnachten. Bitte lächeln! Ich war noch nie so wenig in Stimmung für diesen ganzen aufgesetzten Mist wie dieses Jahr, und so war es nun endlich an der Zeit für “Bad Santa”. Es gibt wohl keinen besseren Film, um seinen “Weihnachts-Blues” zu zelebrieren. Billy Bob Thornton, der mir bislang in “Bandits” am besten gefallen hat, verkörpert Kaufhaus-Weihnachtsmann Willie. Freude am Job hat er allerdings nicht, daher ist er regelmäßig betrunken bei der Arbeit und immer unhöflich zu den Kindern. Als wäre das noch nicht schlimm genug, nutzt er den Job nur als Weg um zusammen mit Marcus, seinem kleinwüchsigen Partner-Wichtel, die Kaufhäuser auszurauben. Wie es sich für einen Weihnachtsfilm gehört, treten dann unerwarteterweise eine Frau und ein Kind in sein Leben und schon hat man eine Story. Ich hatte fest mit einem mindestens soliden Streifen gerechnet, doch “Bad Santa” ist richtig klasse, der Film hat mich positiv überrascht.

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23.12.2008

3:10 to Yuma (Todeszug nach Yuma)

3:10 to Yuma

James Mangold - USA, 2007

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Christian Bale (Hauptdarsteller im besten Film des Jahres) und Russel Crowe (Fanboy-Schwärmerei bei “Body of Lies” nachzulesen) als Widersacher in einem Film vereint. Großartig, auch mich als “ganz und gar nicht Western-Fan” hat schon das Poster überzeugt. Entsprechend lange steht der Film bereits auf meiner “Unbedingt noch anschauen”-Liste, aber erst vorgestern bin ich endlich dazu gekommen. Ich glaube, die Westernfilme die ich kenne, kann ich an beiden Händen abzählen - die Winnetou-Schinken, “Back to the future III” und “An American Tail: Fievel Goes West“. Zählt “Last Man Standing”? Ich bin also wirklich kein Western-Narr. Ich hab nichts dagegen, aber diese Grundbefriedigung, die für einige - vorrangig männliche - Leute von diesem Genre auszugehen scheint, hat mich nie erfasst. Na gut, Bonanza ist Kult, aber das ist ja etwas anderes. ;)
“3:10 to Yuma” ist nicht unbedingt ein konventioneller Film. Gerade das lässt ihn aber aus den übrigen Produktionen der vergangenen Jahre herausstechen und James Mangold beweist damit erneut sehr eindrucksvoll seine enorme Bandbreite. Nach “Girl, Interrupted”, “Identity” und “Walk the Line” nun also ein Western.

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22.12.2008

The Interpreter (Die Dolmetscherin)

Sydney Pollack - USA, 2005

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Unglaublich, dieser Film ist wirklich schon 3 Jahre alt? Ich erinnere mich noch an die Plakate für den Film an den U-Bahnhöfen. Bereits seit deren erster Sichtung wollte ich ihn mir anschauen. Nun ja, kommt Zeit, kommt Filmgenuss. Als Rahmenhandlung des Films dient ein Konflikt in einem fiktiven Staat in Südafrika. Geschickt stellt Pollack das allerdings nur während der Einleitung und dem Ende in den Vordergrund. Hingegen handeln die greifbaren Geschehnisse des Films von der Beteiligung einer bei der UN beschäftigten Dolmetscherin an diesem Konflikt und dessen Auswirkungen auf die UN. Das zeigt wirkungsvoll die beklemmende Hilflosigkeit der UN gegenüber den Problemen in Südafrika. Mehr will ich von der Story gar nicht verraten.

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21.12.2008

Burn After Reading (Wer verbrennt sich hier die Finger?)

Ethan & Joel Coen - USA, 2008

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Über “Burn After Reading” war im Vorfeld fast nur Gutes zu hören. Kein Wunder bei der Besetzung, möchte man meinen. Außerdem ist er ja auch von den Coen-Göttern-Brüdern. Nachdem ich “No country for old men” allerdings hoffnungslos überbewertet fand, war ich auch hier eher skeptisch, wenngleich die hohe “Star-Dichte” mich hoffen hat lassen, dass der Film Spaß verspricht. Nicht, weil viele große Namen zwangsläufig für einen großen Film stehen, sondern weil es, gerade bei eher unkonventionellen Projekten, darauf hindeutet, dass die Darsteller selbst wirklich Spaß an dem Film haben. Clooney und Pitt können ja auch gut miteinander und John Malkovich habe ich zuletzt in “The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy” aus dem Jahre 2005 gesehen, was viel zu lang her ist. Außerdem haben die Coens auch schon Filme gemacht, die mir richtig gut gefielen. Insofern war ich also durchaus erwartungsvoll und frohen Mutes mit einem Rest Skepsis, als ich mir ihr neuestes Werk angesehen habe.

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20.12.2008

Californication, Season 2

Californication, Season 2

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Noch nicht einmal Weihnachten vorüber und trotzdem schon die erste Staffel dieser Saison vorbei. Schade, es hätten diesmal für “Californication” gerne auch mehr Folgen sein dürfen. Immerhin, die dritte Staffel ist schon sicher. “Eli Stone” und “Pushing Daisies” hatten da weniger Glück, was ich sehr schade finde. Bleibt zu hoffen, dass Hank mich adäquat darüber hinwegtrösten wird.

Denn zu Beginn der zweiten Staffel gab es doch einen leichten Durchhänger, finde ich. (Achtung, Spoiler.) Auf den Part mit Sonja, die Hanks Kind austrägt und vor allem deren “Mann” Julian, der das Kleine dann wie sein eigenes großziehen will, hätte ich gut verzichten können. Die beiden Charaktere geben meiner Meinung nach nichts her, Julian ist derart überzogen gestört, dass es eher aufgesetzt wirkt, um dem “mindfuck”-Anspruch der Serie gerecht zu werden. Das hat sie aber gar nicht nötig. Hank und Lew bauen genug Scheiße, um diesen Teil gut zu füllen und Lew ist, obwohl ebenfalls ein ziemlicher Arsch, deutlich sympathischer. Die beste Szene “mit” Julian ist da noch wenn Hank ihn in einem seiner zahllosen genialen Sätze, ganz trocken aber sich des großartigen Witzes sehr wohl bewusst, als “Francis Drake” bezeichnet.

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