17.01.2009

Free Rainer – Dein Fernseher lügt

Free Rainer

Hans Weingartner – Deutschland, 2007

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“Eine aberwitzige Satire auf die deutsche TV-Landschaft, die kein Blatt vor dem Mund nimmt, dabei noch rotzfrech ist und nie seine eigene Aussage vergisst. Definitiv einer der besten, wenn nicht sogar der beste, deutsche Film der vergangenen Jahre.” heißt es andernorts. Ich muss zugeben, dass ich eine ziemliche Abneigung gegenüber deutschen Filmproduktionen habe. Woran das genau liegt, weiß ich nicht – es ist einfach da. Die meisten deutschen Produktionen sind nunmal ganz großer Mist – merkt man im Grunde schon allein daran, dass sie zu 90% direkt fürs TV gemacht werden. Sicherlich ist der Anteil an Schrott in/aus den USA genau so groß und man bekommt es nur nicht so mit, aber so ein eingefahrenes Vorurteil kann man schwerlich ändern. Ein paar Ausnahmen gibt es ja auch, meistens stechen die dann sogar ganz besonders hervor, etwa “Verschwende deine Jugend”. Zum gefeierten “Wer früher stirbt, ist länger tot” konnte ich mich aufgrunddessen immer noch nicht durchringen und auch gegenüber “Free Rainer” war ich vom ersten Kontakt, ein Review aus einem beim Friseur ausliegenden TV-Programm, an eher in einer Abwehrhaltung.

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05.01.2009

Peter Fox – Stadtaffe

Stadtaffe

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Über ein viertel Jahr ist dieses Album nun schon alt und ebenso lang ist es komplett an mir vorbeigegangen. Was für eine Verschwendung, wie ich in den letzten Tagen feststellen durfte. Es war auch erst irgendwann im Dezember als ich zufällig irgendwo gelesen habe, dass dieser ominöse “Peter Fox” eines der drei E aus Seeed ist. Da wuchs mein Interesse dann doch, immerhin bringt es das Live-Album von den Jungs im iTunes auf akkumulierte 214 Plays, das sind im Schnitt über 10 pro Titel. ;) Studio-Alben von Seeed habe ich zwar keine in der Mediathek, aber besagtes Live-Kunstwerk gehört zum Besten, das 2006 auf CD gepresst wurde. Aber in der Vorweihnachtszeit kam ich auch mit gesteigertem Interesse nicht dazu, endlich mal in die Scheibe reinzuhören, obwohl mich ein Freund auch regelmäßig dazu drängte.
Hier nochmals vielen Dank, denn besagter Freund machte dann zu Weihnachten Nägel mit Köpfen und kredenzte mir das gute Stück.

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31.10.2008

Farin Urlaub Racing Team – Die Wahrheit übers Lügen

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Na endlich! Nachdem mir das zweite Album von Herrn Urlaub persönlich noch besser als sein Solo-Debut gefallen hatte und die Live-Single “Zehn” zu meinen absoluten Favoriten der letzten Jahre zählt, habe ich dem heutigen Tag seit Monaten entgegengefiebert. Die Tickets für die Krachgarten-Tour liegen schon lange bereit und ich war hocherfreut, als “Die Wahrheit übers Lügen” plötzlich überall als Doppelalbum geführt wurde. Nun, die Angabe “(ungefähr 1,5 CD)” relativierte das wieder und im Endeffekt hätten die 15 Songs mit ihren 50 Minuten auch locker auf eine Disc gepasst. Egal, jetzt wird erstmal reingehört:

Das erste Lied – die Single “Nichimgriff” (iTunes), auf deren Video mich letztens schon Cy netterweise hingewiesen hatte – trifft meinen Geschmack bezüglich der Musik gut. Es ist relativ schnell und hart, und obwohl ein wenig mehr Variation nicht verkehrt wäre, ist das im Wesentlichen die Gangart, die ich mir von FURT-Songs wünsche.
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12.08.2008

Pornorama

Pornorama

Marc Rothemund – Deutschland, 2007

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Pornorama hatte mich schon mit seinen ersten fünf Buchstaben davon überzeugt, dass ich diesen Film sehen möchte. Ein Film mit “Porno” im Titel, aber als durchaus familientaugliche Romanze/Komödie angelegt und dann noch aus der winzig kleinen Ecke deutscher Filmkunst, mit der ich mich anfreunden kann. (Marc Rothemund hat z.B. “Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit” gemacht, Tom Schilling kennt jeder aus “Crazy” und hat mir in “Verschwende deine Jugend” sehr gut gefallen..)
Sah also nach einem idealen Film für einen vergnüglichen Filmabend mit meiner Freundin aus. Ein besonderes Schmankerl war natürlich, dass der Film in München-Ramersdorf spielt, 5 Minuten von meiner derzeitigen Arbeitsstelle entfernt.

Die Handlung des Films lässt sich ohne große Spoiler schnell herunterbrechen:
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02.11.2007

Die Ärzte – Jazz ist anders

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Jazz ist anders” – ich finde, Jazz ist anders ist gut. Seit heute ist es also endlich erhältlich, das neue Album von den Köchen den Ärzten. :)

Im Gegensatz zum “Geräusch” gefiel mir “Jazz ist anders” direkt nach dem ersten Durchhören gleich recht gut. Bei Geräusch hab ich eine ganze Weile und vor allem auch ein Konzert gebraucht, bis ich mich damit wirklich anfreunden konnte.
Mir war die erste Singleauskopplung, “Junge”, zwar vom Text her sehr sympathisch, aber der Sound war mir ein wenig zu verwaschen, ich bin mehr ein Fan von klareren Klängen.

Mittlerweile bin ich auch clever genug, neue Ärzte-Alben nicht mehr mit früheren zu vergleichen – wozu auch? Sie waren früher genial, sie sind es heute noch, auf Konzerten geben sie eine tolle Mischung aus Klassikern (ich meine nicht unbedingt die ganzen Singles und Pop-Songs alá “Wie es geht”, “Zu spät” und “Männer sind Schweine”, eher Sachen wie “Mein Baby war beim Frisör”, “Buddy Holly”, “Rebell” u.ä.) und den neueren Sachen wie “Unrockbar” und “Dinge von Denen” (die ebenfalls nicht zu meinen persönlichen Favoriten unter den neuen Songs zählen) zum Besten.

Ich bin erst ein großer Fan der Ärzte geworden, nachdem ich durch das MTV Unplugged auf sie aufmerksam geworden war und habe danach ihre gesammelten Werke regelrecht verschlungen. Vor allem auch sehr intensiv die Mitschnitte, die es netterweise bei Kill them All legal zum Download gibt. Ich finde schon, dass sich der Sound der Ärzte mit der Zeit gewandelt hat, vor allem auch seit Geräusch. Aber das ist nichts Schlechtes – denn wir wissen ja: Jazz ist eben anders :D

Meine bisherigen Lieblingstracks auf dem neuen Album sind “Lasse redn”, allein wegen “Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht”, aber auch musikalisch. Des Weiteren ist “Die ewige Maitresse” vor allem musikalisch sehr mein Geschmack. Textlich und emotional hat mich persönlich auch “Heulerei” angesprochen, außerdem stimmt bei diesem Lied das Tempo und Gangart.
Bin einfach doch mehr der Fan von den “viel härter[en] und punkiger[en]” Tracks. (Zitat: Bela)
Sehr überrascht und auch ein wenig verwirrt hat mich “Tu Das Nicht” – ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wen sie da nun genau verarschen wollen.

Richtig genial finde ich aber vor allem die drei Tracks von der Bonus-EP, allen voran “Wir Sind Die Besten”. Im Osten wie im Westen, von Polen bis zum Äquator, noch in Ulaanbaatar.. *sing* :D