07.03.2009

Paul Blart: Mall Cop (Der Kaufhaus Cop)

Paul Blart: Mall Cop

Steve Carr – USA, 2009

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Zuerst ein kleiner Exkurs mit Bezug auf einen der Produzenten des Films: Adam Sandler. Ich bin immer skeptisch, wenn er bei einem Film seine Finger im Spiel hat. Grundsätzlich bin ich dem Humor nicht abgeneigt, ganz im Gegenteil. “Happy Gilmore”, “The Wedding Singer”, “Big Daddy” und “Anger Management” zählen zu meinen Lieblingsfilmen, aber regelmäßig macht Sandler auch Filme die einfach zu viel “des Guten” sind. “Mr. Deeds” und “Waterboy” beispielsweise fand ich so grausam, dass ich sie beinahe nicht zu Ende schauen hätte können. Bei “Paul Blart: Mall Cop” ist er aber wie gesagt nur einer der Produzenten, die Hauptrolle übernimmt Kevin “King of Queens” James, der mir in “Hitch” und “Chuck & Larry” gut gefallen hat.
Ich war daher gespannt, wie sein neuestes Projekt aussehen würde – die Promotion-Aktion zum Film bei “Jimmy Kimmel Live” fand ich jedenfalls schonmal absolut hervorragend. :D

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05.03.2009

Doubt (Glaubensfrage)

Doubt

John Patrick Shanley – USA, 2008

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Ich bin gespannt, ob es mir in absehbarer Zeit nochmal gelingen wird, zweimal hintereinander einen Film anzuschauen, der eine Theater-Adaption darstellt. Vielleicht sollte ich mir noch einen dritten, derartigen Film suchen, den ich als nächstes anschaue. Irgendwelche Tipps? ;)
Es war allerdings keine Absicht, mir war gestern einfach nur am Ehesten nach “Doubt”, da ich schon lange auf die Darstellung von Meryl Streep und vor allem Philip Seymour Hoffman gespannt war. Ich bin nicht mehr ganz sicher vor welchem Film, aber ich glaube, dass es bei “Revolutionary Road” war, als ich zum ersten Mal – in Form des Trailers – von “Doubt” erfuhr. Leider ist es einer der Trailer, die im Grunde die komplette Handlung vorwegnehmen und dem eigentlichen Film dadurch viel Spannung rauben. Ich bin immer noch der Ansicht, dass so etwas verboten gehört. Es ist mehr als nur traurig, dass die Verantwortlichen den Projekten nicht zutrauen, erfolgreich zu sein und Publikum anzusprechen, ohne im Trailer lauthals zu schreien: Juhuuu, in unserem Film gibt’s nen supertollen Twist im Plot, und zwar: Der Gärtner war es! :eek: Herrje, wie mich das ankotzt.. :mad:
Ich schalte deshalb auch mittlerweile selbst bei Trailern sicherheitshalber oft schon nach der Hälfte ab, wenn diese mich bis dahin einigermaßen angesprochen haben – “true story”!
Aber genug gemeckert und intertextualisiert, zurück zum Film: “Doubt”. Wie nicht anders zu erwarten, überzeugten die beiden Hauptdarsteller vollends. Insgesamt ein guter Film, aber kein Meilenstein. Die Theaterherkunft merkt man ihm teilweise deutlich an.

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03.03.2009

Frost/Nixon

Frost/Nixon

Ron Howard – USA/UK, 2008

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Eins ist mal klar, für nächstes Jahr brauche ich eindeutig eine andere Strategie bezüglich der Oscar-nominierten Filme. Die Verleihung macht nämlich deutlich mehr Spaß, wenn man die Kandidaten selbst kennt, was ich aber nicht als Glorifizierung der Academy-Beurteilungen verstanden wissen möchte. Aber schön langsam habe ich dann endlich die wichtigsten Werke “abgearbeitet”, nun fehlen “nur” noch “Milk”, “The Wrestler”, “Doubt” und “The Reader”. Mit “Frost/Nixon” fand ich heute Zeit für einen Film, den ich auch unabhängig von seiner Nominierung gleich nach dem Trailer auf meine “Will ich sehen”-Liste gesetzt hatte. Ich kann mir selbst nicht direkt erklären weshalb, aber die Watergate-Geschichte fasziniert mich schon immer; ebenso mag ich Filme von der Art, wie “Frost/Nixon” anhand des Trailers zu sein versprach und er hat mich dann auch entsprechend gut unterhalten.

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27.02.2009

WALL-E

WALL-E

Andrew Stanton – USA, 2008

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Weiter geht’s bei der Aufholjagd interessanter Filme, die ich im Kino verpasst habe. Diesmal war das neueste und jüngst Oscar-prämierte Kunstwerk aus der Pixar-Schmiede dran. Ich bin schon immer ein großer Fan der Animationsfilme gewesen und als ich von vielen, vielen Freunden und Bekannten vernommen habe, dass sie “WALL-E” als bislang besten Vertreter dieses Sparte empfanden, stieg meine Vorfreude noch weiter. Um es gleich vorweg zu nehmen: Diesem drastischen Urteil kann ich persönlich mich nicht anschließen, “The Incredibles” bleibt nach wie vor an der Spitze meiner persönlichen Charts. Dennoch ist es in der Tat ein wunderschöner Film; auch weiterhin bleibt somit der Anteil an guten und sehenswerten Filmen im Animationsbereich deutlich über selbigem Quotienten des gesamten Neuerscheinungsmarkts.

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23.02.2009

In Bruges (Brügge sehen… und sterben?)

In Bruges

Martin McDonagh – UK/USA, 2008

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Vor nicht allzu langer Zeit habe ich noch darüber gejammert, dass es so wenig gute, neue Filme gibt. In den letzten Monaten allerdings kann ich mich davor kaum retten, jedenfalls vor Filmen, die ich wirklich unbedingt sehen möchte; ob sie tatsächlich gut sind, weiß ich ja vorher nicht. ;)
“In Bruges” gehört auch zu jenen Filmen, schon vor einem Jahr hab ich zum ersten Mal davon erfahren und war direkt Feuer und Flamme. Die Kombination aus britisch-unkonventionellem Humor, schräger Story und Colin Farrell fand ich sehr vielversprechend. Wie so oft habe ich es im Mai aber dann leider nicht ins Kino geschafft und auch für die DVD habe ich erst gestern, Monate nach ihrem Erscheinen, endlich Zeit gefunden. Mein Instinkt war vollkommen richtig, “In Bruges” hat mir hervorragend gefallen, ganz besonders Colin Farrell. Ich werde ein paar ältere Filme noch einmal ansehen müssen, aber ich glaube, dass ich diese Rolle als seine bislang beste Leistung einstufen würde.
Ist die Geschichte des Films im Grunde eher ernst und tragisch, so bietet “In Bruges” doch auch reihenweise Gelegenheiten herzhaft zu Lachen und ist dabei auf seine ganz eigene Art sehr erfrischend.

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22.02.2009

Slumdog Millionaire

Slumdog Millionaire

Danny Boyle – UK, 2008

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Bis vor einigen Wochen kannte ich noch nichtmal den Namen dieses Films, doch da die Oscars jetzt quasi vor der Tür stehen, wollte ich mir auch von diesem hoch gehandelten Kandidaten selbst einen Eindruck verschaffen. Die (teilweise) um sich greifende Bollywood-Begeisterung hat mich überhaupt nicht erfasst, ich kann dem nichts abgewinnen. Doch “Slumdog Millionaire” ist auch gar kein Bollywood-Film: der Schauplatz ist zwar Indien und Musik sowie manche Aufnahmen lehnen sich etwas an indische Filmkunst an, alles in allem ist es aber ein westlich (produzierter und) gehaltener Film. Die klassische Geschichte, die zurecht in vielen Rezensionen als “modernes Märchen” bezeichnet wird, ist schnell skizziert: Jamal schafft es im indischen “Wer wird Millionär?” bis zur alles entscheidenden Frage, wird aber aufgrund seiner Herkunft aus dem Dharavi-Slum verdächtigt, auf irgendeine Art und Weise zu betrügen. Da er auch im Verhör darauf beharrt, die Antworten alle zufällig im Laufe seines Lebens erfahren zu haben, erzählt er zur Rechtfertigung für jede Frage eine Anekdote. Im Verlauf des Films wird so Schritt für Schritt seine komplette Lebensgeschichte aufgerollt.

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