15.12.2008

William Shakespeare’s Romeo + Juliet

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Baz Luhrmann – USA, 1996

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Ich oute mich zu Beginn einmal in dreierlei Hinsicht:
1. Leonardo DiCaprio halte ich für einen hervorragenden Schauspieler. In “The Beach”, “Catch me if you can”, “The Aviator” und weiteren Filmen hat er bewiesen, dass er über großes Talent verfügt.
2. Ich finde Titanic nicht schlimm. Der Hype war übertrieben, der davon erzeugte Hass aber ebenso. Ein mehr als solider Film, extra-schmierig natürlich, aber mindestens wegen der “Geschichtsstunde” sehenswert.
3. Ich hatte zwar Englisch-Leistungskurs, konnte mich aber dennoch (oder gerade deshalb?) nie für Lektüren begeistern, die älter als 100 Jahre waren. Hiermit meine ich allerdings nicht die Werke, sondern das Konstrukt der “Lektüre” in der Oberstufe. Analye, Analyse, Analyse. Buargh.

Soviel vorweg – die filmische Umsetzung des mir also wohlbekannten Klassikers von Shakespeare aus dem Jahre 1996 war bislang nie zum rechten Zeitpunkt in mein Blickfeld geraten. Zum Kinostart war ich zu jung, seitdem hat es nie sein sollen. Jedoch war ich stets in dem Glauben, da noch einen guten Film vor mir zu haben. Schließlich ist die Geschichte bewährt, DiCaprio macht gute Filme und in der richtigen Stimmung gebe ich mich auch gerne mal einer kitschigen Schnulze aus Hollywood hin. Doch wie so oft kam es anders als gedacht.

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26.08.2008

Walk the Line

Walk the Line

James Mangold – USA, 2005

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Von Johnny Cash habe ich genau ein Lied in iTunes – es ist “Hurt” und bereichert meine Sammlung seit Oktober 2006. Erst jetzt beim “Recherchieren” für den Beitrag, lese ich, dass es ein Cover von den Nine Inch Nails (!) ist. Beeindruckend. Das Lied habe ich im Fernsehen bemerkt, entweder bei einer Werbung oder vielleicht auch doch das Video auf MTV. Es hat mich jedenfalls sofort sehr ergriffen und tief im Herzen berührt. Aber das war’s auch schon, was ich bisher – vom “Ring of Fire” und einer schönen Textzeile aus Kid Rock’s “American Bad Ass” mal abgesehen – bisher von Johnny Cash wahrgenommen hatte. Der Trubel um den Film als er grade im Kino war und bei den Preisverleihungen zog an mir eher unbeachtet vorüber. Ich hatte gehört, wie enorm gut Phoenix’ schauspielerische Leistung sein sollte, was mich aber nicht besonders überrascht – der Knabe ist spitze, das weiß ich schon länger.

Nun kam der Film also vorgestern im unsäglichen FreeTV, und dort auch noch bei der Hochburg der Verblödung, auf Er Te El. Meine Freundin hatte sich in den Kopf gesetzt, den Film endlich mal zu sehen, eine halbe Stunde kannte sie schon, danach war sie beim ersten Versuch eingeschlafen. Es blieb mir also nicht anderes übrig, als den Film in deutscher Synchronisation und mit Werbung zu ertragen, obwohl ich ihn wenn überhaupt eigentlich nur im O-Ton und von DVD sehen wollte..
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