
(Ich weiß, schlimmes Bild - selbstgemacht mit dem iPhone.
Aber: Erste Reihe, yay!
)
Viele Bands habe ich leider erst kennen und/oder schätzen gelernt, als es schon zu spät war, sie selbst live zu erleben. “Rage against the machine” zum Beispiel, aber auch “Dynamite Deluxe” hatte ich schon unter “Schade, zu spät dran.” verbucht, bis mich letztes Jahr die frohe Kunde vom neuen Album erreichte. Bereits im Februar diesen Jahres war ich sehr froh darüber, in der Muffathalle viele Klassiker präsentiert zu bekommen - von einem Samy Deluxe der immer noch in absoluter Top-Form ist. Das neue DD-Album kommt nicht an die älteren Sachen ran, aber die Setlist war zum Glück sehr ausgeglichen und hat vor allem auch Solo-Tracks von Samy und Knaller wie “Sneak Preview” aus anderen Projekten beinhaltet. Den Vogel abgeschossen haben die Jungs eindeutig mit dem endlos genialen Prodigy-Remix von “!?!” und “Let’s Go” - so viel Energie in einer Halle habe ich schon lang nicht mehr erlebt. Mit einem zweiten Konzert noch in diesem Jahr hätte ich gar nicht gerechnet, aber es erfreut akzeptiert. 
Während beim ersten Konzert als “Vorgruppe” nur ein DJ diente, der die Meute mit ein paar Deutsch-Rap-Legenden angeheizt hat, gab es diesmal gleich zweimal Support, beides ziemliche “straight forward” Rap-Acts, mit denen ich dann doch sehr wenig anfangen konnte. Generell haben mich Vorgruppen bei Hip-Hop-Konzerten noch nie begeistern können, abgesehen von der bezaubernden “Fiva MC” bei den Broten. Egal, erste Reihe war gesichert und allein die Aussicht auf schon erwähnten Remix reichte aus, um die Vorgruppen zu überstehen. Das Publikum hatte mich schon beim ersten Konzert arg daran zweifeln lassen, ob ich hier wirklich hingehöre - bei “Fettes Brot” laufen ja schon teilweise schräge Gestalten (meterdicke Gängstaa-Jacken in einer Halle mit Konzertbedingungen?) herum, aber bei DD ist wirklich nochmal ein ganz anderes Kaliber an “Homies” anzutreffen. Wie auch immer, ich will ja schliesslich nur die Musik geniessen und mir keine Gedanken zum Niedergang der Kultur und Verwahrlosung der Jugend machen.
Das Konzert selbst war kein solches Highlight mehr wie noch das im Februar. Gute Stimmung, die Setlist hat mir persönlich dieses Mal nicht so gut gefallen, zumal wir im einen Track betrogen wurden - auf der Setlist, die gut einsehbar war, stand nach “Ladies & Gentleman” eindeutig noch “Zornig!”, welches ich sehr, sehr gerne gehört hätte. Im Anschluss noch die vollständige Liste - (mir) unbekanntere Tracks habe ich zu YouTube verlinkt. Über “Füchse” habe ich mich sehr gefreut, aber am Witzigsten war eindeutig “Ballermann Dabei”, leider gibt es keine ordentlichen Mitschnitte davon bei YouTube.
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